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Wie man die Energiebilanz für ein Gebäude berechnet

Energieeffizienz ist der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Doch die optimale Energiebilanz für ein Gebäude sicherzustellen, kann eine Herausforderung sein. Um die bestmögliche Leistung zu erzielen, sollte man wissen, wie viel Energie benötigt wird, um den Betrieb aller Geräte und Maschinen zu gewährleisten – und woher diese Energie genau kommt. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie die Energiebilanz für Ihr Gebäude berechnen können, damit Sie Ihre Ziele erreichen können.

Warum sollte man die Energiebilanz berechnen?

Die Ermittlung der Energiebilanz eines Gebäudes bringt zahlreiche Vorteile mit sich, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Effizienz. Durch die Bewertung der verbrauchten Energiemenge kann genau festgestellt werden, wo Einsparungen möglich sind. Sobald man weiß, wie viel Energie verbraucht wird, können wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um den Verbrauch im Laufe der Zeit zu senken, was später zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.

Durch die Verringerung des Energieverbrauchs werden außerdem weniger fossile Brennstoffe benötigt; folglich sinken die Kohlendioxidemissionen und damit auch die Umweltauswirkungen.

Weiterhin können etwaige gesetzliche Vorschriften besser eingehalten und gleichzeitig möglichen Geldstrafen entgangen werden.

Die Verbesserung der Energieeffizienz senkt nicht nur die Kosten, sondern steigert auch den Wert eines Gebäudes. Dadurch werden sie für potenzielle Kunden oder Mieter attraktiver. Das Konzept der Energiebilanz kann dabei helfen, solche Gebäude zu bewerten und zu entscheiden, ob sie eine gute Investition darstellen. Hilfreich in diesem Zusammenhang sind auch Zertifizierungen, die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eines Gebäudes bewerten, wie z. B. die LEED- (Leadership in Energy and Environmental Design) oder BREEAM- (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) Standards. Die Berechnung der Energiebilanz eines Gebäudes ist ein wichtiger Bestandteil dieser Zertifizierungsverfahren.

Wie berechnet man die Energiebilanz?

Die Erfassung des gesamten Energieverbrauchs ist unerlässlich, um einen vollständigen Überblick über den Verbrauch des Gebäudes zu erhalten. Das Ergebnis hängt von verschiedenen Faktoren ab, von der Art der Energieversorgung über die Größe des Gebäudes bis hin zur Anzahl der Mitarbeiter bzw. Bewohner oder dem Verwendungszweck. Die Bilanz ergibt sich aus dem Verhältnis von Energiezufuhr zu -abgabe.

Im Allgemeinen müssen bei der Berechnung einer solchen Bilanz zuvor einige grundlegende Schritte durchgeführt werden:

  1. Es müssen Daten über die Nutzung von Strom, Heizung, Kühlung, Warmwasser, Lüftung und Beleuchtung erfasst werden. Durch eine eingehende Analyse dieser Zahlen können potenzielle Bereiche aufgedeckt werden, in denen Einsparungen bei den Energieausgaben erzielt werden können.
  2. Die Einbeziehung erneuerbarer Energien ist eine Möglichkeit, die Nachhaltigkeit eines jeden Gebäudes zu maximieren. Durch die Installation von Sonnenkollektoren oder Windturbinen kann eigener Strom erzeugt und die monatlichen Ausgaben für herkömmliche Energiequellen gesenkt werden.
  3. Mit einer Untersuchung kann man bewerten, wie effizient die im Gebäude eingesetzten Maschinen und Systeme sind. Mit dieser Analyse kann herausgefunden werden, ob bestimmte Mechanismen wie Heizung, Kühlung oder Belüftung reibungsloser laufen könnten oder ob es sinnvoll wäre, veraltete Geräte durch neuere effiziente Modelle zu ersetzen.
  4. Anhand der Ergebnisse können in der Folge geeignete Lösungen zur Senkung des Energieverbrauchs ermittelt werden. Durch regelmäßiges Nachschlagen in dieser Energiebilanz können außerdem die Fortschritte bei der Umsetzung dieser Strategien verfolgt werden.

Wie kann man die Energiebilanz verbessern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Energiebilanz eines Gebäudes zu verbessern. Hier sind einige Vorschläge:

  1. Verbesserungen in der Energieeffizienz können durch eine bessere Isolierung des Daches, der Wände und des Bodens erzielt werden. Dies trägt dazu bei, den Wärmeverlust zu verringern, was zu einer Senkung des Energieverbrauchs für Heizung und Kühlung führt.
  2. Ein Austausch von alten, ineffizienten Heizkesseln gegen moderne Brennwertgeräte oder Wärmepumpen hilft maßgeblich dabei, den Strom-/Gasverbrauch erheblich zu senken. Um ein Gebäude besser zu kühlen, sollte der Einbau einer energiesparenden Klimaanlage in Erwägung gezogen oder die Option eines geothermischen Systems geprüft werden – beides kann die konstante Aufrechterhaltung der Innentemperatur verbessern.
  3. Durch den Einbau von LED-Leuchten oder Energiesparlampen kann man den Gesamtstromverbrauch der Beleuchtung drastisch senken.
  4. Mit der Einrichtung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen kann ein Gebäude seine CO2-Emissionen sowie den Energieverbrauch durch die Erzeugung von Strom und Warmwasser aus erneuerbaren Ressourcen erheblich reduzieren.
  5. Um die Effizienz zu optimieren und den Energieverbrauch zu senken, sollten Heizungs-, Kühlungs- und Lüftungssysteme regelmäßig gewartet werden.
  6. Das Ausschalten von Geräten, wenn sie nicht benötigt werden, und das Absenken der Raumtemperatur um wenige Grad kann einen großen Einfluss auf die Heizkosten haben.

Die Investition in die neueste Gebäudetechnik zur Verbesserung der Energieeffizienz ist oft nicht notwendig, aber sie kann sich lohnen. Diese anfänglichen Kosten werden sich schließlich auszahlen, sobald Einsparungen durch geringere Energiekosten erzielt werden.

Die Möglichkeiten eines Energiemanagementsystems für die Energiebilanz eines Gebäudes

Die Installation eines Energiemanagementsystems (EMS) in einem Gebäude kann dessen Leistung maximieren und nachhaltige Ergebnisse erzielen. Daraus ergeben sich noch weitere Vorteile:

Überwachung des Energieverbrauchs

Ein Energiemanagementsystem (EMS) kann den Energieverbrauch eines Gebäudes in Echtzeit analysieren, Einsparpotenziale aufdecken und Nachhaltigkeit gewährleisten. Durch das Aufspüren von Bereichen mit Energieverschwendung oder unerwartet hohem Energieverbrauch kann das System dabei helfen, Kosteneinsparungsziele zu erreichen.

Automatische Regelung von Anlagen

Ein Energiemanagementsystem mit der entsprechenden Messtechnik kann die Systeme des Gebäudes automatisch anpassen, um die Energieeffizienz zu maximieren. Es kann zum Beispiel die Beleuchtung und die Klimaanlage anpassen, je nachdem, ob sich Personen im jeweiligen Gebäudeabschnitt aufhalten oder nicht.

Planung von Energiesparmaßnahmen

Ein EMS liefert maßgeschneiderte Lösungen auf der Grundlage von Daten, die bei kontinuierlichen Energieaudits gesammelt werden. Durch die Ermittlung und Priorisierung von Bereichen mit dem höchsten Potenzial für Kosteneinsparungen hilft das EMS, die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes zu optimieren und die Kosten auf sinnvolle Weise zu senken.

Integration von erneuerbaren Energien

Der Einsatz eines EMS zur Einbindung erneuerbarer Energiequellen wie Solar- und Windenergie in das Gebäudesystem optimiert nicht nur deren Nutzung, sondern verringert auch die Kohlenstoffemissionen und verbessert die Energiebilanz.

Automatisierte Berichterstellung

Ein Energiemanagementsystem kann umfassende Berichte über den Energieverbrauch und die Effizienz eines Gebäudes erstellen, die Aufschluss über Fortschritte bei der Verbesserung der Leistung geben. Dank der detaillierten Statistiken können die Auswirkungen dieser Energiesparbemühungen genau gemessen werden.

Der Einsatz eines EMS ist ein wichtiger Bestandteil der Optimierung der Energieeffizienz von Gebäuden. Mit diesem System lassen sich Geräte effektiv überwachen und steuern, während gleichzeitig effiziente Pläne zur Senkung des Verbrauchs und andere wirksame Energiesparmaßnahmen erstellt werden. Letztlich trägt dieser umfassende Ansatz dazu bei, dass Gebäudeeigentümer und -betreiber Umweltauswirkungen konsequent reduzieren können, ohne dabei auf Qualität oder Komfort zu verzichten.

Fazit

Eine gründliche Analyse des Energieverbrauchs eines Gebäudes kann Einsparpotenziale bei Strom, Heizung, Kühlung, Warmwasser und Beleuchtung aufzeigen. Einfache Verbesserungen wie eine bessere Isolierung, der Austausch alter Heizkessel oder die Installation von LED-Leuchten können den Energieverbrauch erheblich senken. Durch die Installation von erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenkollektoren oder Windturbinen kann der Strom für das Gebäude selbst erzeugt werden. Dadurch wird die Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen verringert.

Ein Energiemanagementsystem (EMS) dient zur Überwachung und Steuerung der Systeme eines Gebäudes, um die Energieeffizienz zu maximieren und gleichzeitig die Beleuchtung und die Klimaanlage automatisch nach Bedarf anzupassen. Weiterhin werden somit Bereiche mit hohem Energieverbrauch ermittelt, was Kosteneinsparungen ermöglicht. Darüber hinaus kann ein EMS erneuerbare Energiequellen in das Gebäudesystem integrieren, um die Kohlenstoffemissionen zu verringern und die Energieleistung zu verbessern. Zudem enthalten EMS eine Reporting-Funktion, die detaillierte Berichte erstellen, um die Auswirkungen der Energiesparbemühungen zu messen.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, in Ihrem Unternehmen ein Energiemanagementsystem zu installieren oder Beratung von unseren Experten zum Thema Energiemanagement wünschen, kontaktieren Sie uns gerne.

Quellen

https://www.energieverbraucher.de/de/gebaeuderechner__501/

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/energiebilanz-34293

https://www.energie-lexikon.info/energiebilanz_eines_gebaeudes.html

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neues-gebaeudeenergiegesetz-2184942

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