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Referenz: Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft mbH


GESUND UND MUNTER – EIN ENERGIEMANAGEMENTSYSTEM SORGT FÜR UMWELT- UND KLIMAFREUNDLICHEN KRANKENHAUSBETRIEB

„Wir müssen unsere unterschiedlichen Standorte jährlich nach der DIN ISO 50001:2018 überprüfen lassen und waren auf der Suche nach einer DSGVO-sicheren und wirtschaftlichen Energiemanagementlösung“ – Wolfgang Neubauer –

 

Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H (KAGes) in Graz ist ein gemeinnütziges Gesundheitsunternehmen und steht zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Steiermark. Die KAGes ist eines der größten privatrechtlich geführten Unternehmen in Österreich und gilt als Pionier im Gesundheitssystem. Ihre unternehmerische Kernaufgabe ist die Errichtung und der Betrieb von Landeskrankenanstalten und Landespflegezentren im Land Steiermark und deren Führung. Die KAGes ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und dient dem Allgemeinwohl. In 7 Spitalsverbünden und drei Landespflegezentren werden jährlich mehr als 200.000 stationäre Fälle und knapp 1,8 Millionen ambulante Erstkontakte von mehr als 19.000 Mitarbeitenden medizinisch, pflegerisch und menschlich bestmöglich betreut.

 

Gesundheit und Gemeinwohl

1985 begannen die Uhren in der steirischen Krankenhauslandschaft anders zu ticken. Mit der Privatisierung öffentlicher Spitäler setzte die Steiermark im österreichischen Gesundheitssystem einen pionierhaften Schritt, der eine Vorbildfunktion auf viele andere Bundesländer ausübte. Die bis dahin amtlich verwalteten Landeskrankenhäuser wurden in die neue privatrechtlich organisierte Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) überführt, die zu 100 Prozent dem Land Steiermark gehört. Als steirisches Großunternehmen ist die KAGes größter Arbeitgeber, Großinvestor wie -einkäufer in der Region und ein beständiger Motor für die heimische Wirtschaft. Darüber hinaus nimmt man die eigene gesellschaftliche Verantwortung in Umweltbelangen
sehr ernst: Der gezielte Umweltschutz hat hier Tradition. Seit 2014 rückt die KAGes im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie PROKlima+ umweltrelevante Themen in den Mittelpunkt. Dazu wurde im gleichen Jahr professionelle Unterstützung mit ins Boot geholt: Als Projektinitiator und Consultant für Gebäudetechnik berät die EAM Systems GmbH die KAGes auf ihrem Weg zu einem umwelt- und klimaverträglichen Krankenhausbetrieb.

 

KAGes – Fachärztezentrum Hörgas, LKH Graz II I © KAGes

 

EAM Systems macht als Systemintegrator gemäß des eigenen Leitspruchs „Brains for Buildings“ die steirischen Landeskrankenhäuser durch smarte und innovative Technologien intelligenter, nachhaltiger und komfortabler. Die Motivation zur Einführung eines Energiemanagementsystems benennt Wolfgang Neubauer, verantwortlich für die zentrale Betriebstechnik in der KAGes, folgendermaßen: „Wir müssen unsere unterschiedlichen Standorte jährlich nach der DIN ISO 50001:2018 überprüfen lassen und waren auf der Suche nach einer DSGVO-sicheren und wirtschaftlichen Energiemanagementlösung“. 2015 wurde das interne Energieinformationssystem EIS 3.0 eingeführt.

Weil aber die KAGes immer mehr Landeskrankenhäuser mit ihren individuellen Bedürfnissen und Situationen in das System integrieren wollte, geriet das damals bestehende System zunehmend an seine Grenzen. Im Jahr 2017 hat man sich daher zur Erweiterung für die Komplettlösung Efficio® entschieden – als Frontend für die gesamte Energiedatenerfassung und -auswertung. Die KAGes wollte explizit keine externe, cloudbasierte Lösung auf öffentlichen Servern. Da Efficio® in die KAGes-eigene IT integriert wurde, ist vor allem hohe Cybersicherheit garantiert.
Bei Efficio® überzeugen vor allem die selbsterklärende Benutzeroberfläche, die einfache und schnelle Auswertungshandhabung sowie das umfangreiche Berichtswesen. Wolfgang Neubauer erklärt für die KAGes: „In Kooperation mit EAM Systems können wir in Efficio® automatisch sehr individualisierte und komplexe Analysen und Auswertungsberichte erstellen. Außerdem haben wir die Möglichkeit, überall mobile Endgeräte zur Energiedatenerfassung einzusetzen“.

Alle Standorte übersichtlich im Blick

Mit der Erweiterung um Efficio® musste die Mess- und Kommunikationstechnik an allen KAGes-Standorten vereinheitlicht und standardisiert werden. „Sämtliche Vorgaben des Leistungsheftes wurden sowohl von EAM Systems als auch von Berg schnell erfüllt, meist auf dem kurzen Dienstweg“, so Neubauer. Um das Energiegeschehen in der erforderlichen Tiefe detailliert abzubilden, sind zusätzlich zu manuellen auch online erfassbare Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmemengenzähler in die vorhandene Infrastruktur integriert und in die Energiemanagementsoftware eingebunden worden; immer unter der Prämisse absoluter Datensicherheit.

Das Datengütebewusstsein für Rohdaten und Rohwertkorrekturen ist durch das Energiemonitoring auf jeden Fall gestiegen und hilft allen Beteiligten, noch genauer zu kontrollieren. Wolfgang Neubauer hat viel konstruktives Feedback an die Systementwickler bei Berg weitergegeben, die enge Zusammenarbeit ist für die permanente Verbesserung und individuelle Anpassung der Software an die komplexen Anforderungen sehr wertvoll.

 

Die Standorte der KAGes (Stand 2025)

 

Für die KAGes behält Wolfgang Neubauer auf seinem personalisierten Dashboard jederzeit den Überblick über alle Energieverbräuche von insgesamt 7 Standortmandanten (24 Dashboards) und den dazugehörigen Kosten. „Wir haben unseren internen Workflow über die Mandantenfähigkeit in Efficio® sehr gut abgebildet. Das automatisierte Kennwert-Reporting schafft Transparenz für Vorstand und Buchhaltung und motiviert alle Beteiligten zu weiteren Einspar- und Effizienzmaßnahmen.“ EAM Systems ergänzt hierzu: „Individualisierte Business Intelligence (BI)-Reports für die systematische Geschäftsanalytik werden in Energiemanagementsystemen normalerweise nicht angeboten. Die um die Wetterdaten bereinigten Prognosereports zum Beispiel helfen der KAGes beim Strom- und Gaseinkauf an der Energiebörse. So sind günstige Einkaufspreise auf drei Jahre im Voraus möglich und werden entsprechend für Folgekosten-berechnungen budgetiert.“

Über den Erfolg der bisherigen Energieeinsparmaßnahmen ist man in der KAGes und bei EAM Systems sichtlich stolz. Dank des smarten Energiemanagements konnten an den Standorten und in den Aufgabenfeldern beispielsweise die CO2-Emmission von 56 000 Tonnen bereits in 13 Jahren um 23 000 Tonnen und damit um fast die Hälfte gesenkt werden. Auch sind die gesetzlichen Vorgaben beim Energieaudit mit dem jährlichen Umwelt- und Klimabericht schnell erfüllt. Ebenfalls ist es gelungen, langjährige interne Workflows in das Efficio® Energiemanagementsystem zu integrieren, zu zertifizieren und bereits erfolgreich zu rezertifizieren. Künftig könnte auch das Lastmanagementsystem Optimo von Berg unterstützen, spezielle Großverbraucher besser zu verwalten sowie Leistungsspitzen und Netzentgelte zu reduzieren.

Die KAGes und EAM Systems sind hier gemeinsam auf einem gesunden Weg in Richtung Energiewende.

 

KAGes – Standort Judenburg, LKH Murtal I © Toni Muhr

 

 

FAQ – Energiemanagement in Krankenhäusern, Universitäten und Forschungseinrichtungen

Wie können Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen Energiekosten nachhaltig reduzieren?

Krankenhäuser, Universitäten und Forschungseinrichtungen verfügen über komplexe technische Infrastrukturen mit hohen Grundlasten, zahlreichen Gebäuden und dauerhaft laufenden Anlagen. Dadurch entstehen erhebliche Energieverbräuche und steigende Betriebskosten. Ein professionelles Energiemanagementsystem schafft die notwendige Transparenz, um Verbräuche standortübergreifend zu analysieren, Kennzahlen vergleichbar auszuwerten und Einsparpotenziale gezielt zu identifizieren.

Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) setzt hierfür auf Efficio® als zentrale Plattform für Energiecontrolling, Dashboards und automatisiertes Kennwert-Reporting. Über sieben Standortmandanten und 24 Dashboards werden Energieverbräuche und Kosten strukturiert überwacht und ausgewertet. Dadurch entsteht eine belastbare Grundlage für Effizienzmaßnahmen, Budgetplanung und langfristige Kostensenkungen im laufenden Klinik- und Forschungsbetrieb.

Warum spielt ISO 50001 im Gesundheitswesen eine so wichtige Rolle?

Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen stehen zunehmend vor der Herausforderung, Energieeffizienz systematisch nachzuweisen und regulatorische Anforderungen dauerhaft zu erfüllen. Die DIN ISO 50001 unterstützt dabei, Energiekennzahlen strukturiert aufzubauen, Energieziele zu dokumentieren und kontinuierliche Verbesserungsprozesse nachvollziehbar umzusetzen.

Die KAGes nutzt Efficio® zur Unterstützung der DIN ISO 50001:2018 und zur standortübergreifenden Auswertung energierelevanter Daten. Entscheidende Anforderungen waren dabei eine DSGVO-sichere, wirtschaftliche und in die bestehende IT-Struktur integrierbare Lösung.

Für Umweltmanager, technische Leiter und Nachhaltigkeitsverantwortliche entsteht dadurch eine auditfähige Grundlage für Energieaudits, Umweltberichte und strategische Klimaziele.

Wie unterstützt Energiemonitoring die CO₂-Reduktion in großen Liegenschaften?

Ein modernes Energiemonitoring ermöglicht es, Energieverbräuche detailliert auszuwerten, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und Optimierungspotenziale datenbasiert abzuleiten. Gerade in Krankenhäusern, Universitäten und Forschungseinrichtungen mit komplexer Gebäudetechnik schafft dies die notwendige Transparenz für nachhaltige Energieentscheidungen.

Die KAGes konnte mithilfe ihres Energiemanagements die CO₂-Emissionen innerhalb von 13 Jahren von 56.000 Tonnen um 23.000 Tonnen reduzieren. Gleichzeitig unterstützt Efficio® die Erstellung von Umwelt- und Klimaberichten sowie die strukturierte Auswertung standortübergreifender Energiedaten.

Besonders für große Liegenschaften mit unterschiedlichen Nutzungsprofilen entsteht dadurch eine belastbare Datengrundlage für Energieaudits, Klimastrategien und langfristige Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Welche Vorteile bietet ein mandantenfähiges Energiemanagementsystem für Klinikverbünde und Campusstrukturen?

Große Krankenhausverbünde, Universitäten und Forschungseinrichtungen bestehen häufig aus zahlreichen Gebäuden mit unterschiedlichen technischen Anforderungen und Verantwortlichkeiten. Ein mandantenfähiges Energiemanagementsystem ermöglicht es, diese komplexen Strukturen zentral zu verwalten und gleichzeitig standortspezifisch auszuwerten.

Die KAGes bildet ihre internen Workflows mithilfe der Mandantenfähigkeit in Efficio® strukturiert ab. Automatisierte Kennwert-Reportings schaffen Transparenz für Vorstand, Buchhaltung und technische Verantwortliche. Zusätzlich ermöglichen individualisierte Business-Intelligence-Reports detaillierte Analysen für Energiecontrolling und Energiebeschaffung. Wetterdatenbereinigte Prognosen unterstützen darüber hinaus den Strom- und Gaseinkauf an der Energiebörse.

Gerade für verteilte Campus- und Klinikstrukturen verbessert dies die Vergleichbarkeit von Energiekennzahlen und erleichtert strategische Entscheidungen auf Standortebene.

Warum sind Datenschutz und Cybersicherheit im Energiemanagement von Krankenhäusern besonders wichtig?

Krankenhäuser, Universitäten und Forschungseinrichtungen stellen besonders hohe Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und Systemverfügbarkeit. Deshalb spielt die Auswahl einer sicheren Energiemanagementlösung eine zentrale Rolle.

Die KAGes entschied sich bewusst gegen eine externe cloudbasierte Lösung auf öffentlichen Servern und integrierte Efficio® vollständig in die eigene IT-Infrastruktur. Dadurch konnte eine hohe Cybersicherheit gewährleistet werden. Gleichzeitig wurden Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmemengenzähler standardisiert in die bestehende Infrastruktur eingebunden – unter hohen Anforderungen an Datensicherheit.

Für Betreiber kritischer Infrastrukturen schafft dies die notwendige Grundlage, um Energiedaten wirtschaftlich, DSGVO-konform und langfristig sicher auszuwerten.

 

 

Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H., Fotos: © Kanizaj; © KAGes; © Toni Muhr
Veröffentlicht 11/2021, aktualisiert 05/2026

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