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Nachhaltigkeitsberichterstattung: Was Sie für Ihr Unternehmen wissen müssen

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Verpflichtung zur Nachhaltigkeit transparent zu machen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über alles, was Unternehmen über die Nachhaltigkeitsberichterstattung wissen müssen – von den gesetzlichen Grundlagen und wichtigen Inhalten bis hin zu unterstützenden Technologien. Ziel ist es, Unternehmen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft Orientierung zu bieten und aufzuzeigen, wie durch effektive Berichterstattung nicht nur regulatorischen Anforderungen entsprochen wird, sondern auch das eigene Engagement für Nachhaltigkeit unter Beweis gestellt werden kann.

Nachhaltigkeitsberichterstattung: Was es ist und warum es wichtig ist

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung, der offenlegt, wie ein Unternehmen soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen bewältigt. Es geht darum, Verantwortung für die eigenen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft zu übernehmen und diese in messbarer Form darzustellen. Dies fördert nicht nur das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften innerhalb des Unternehmens, sondern stärkt auch das Vertrauen von Investoren, Kunden und der Öffentlichkeit. Da Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung ein optimales Werkzeug, um sich als verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Unternehmen zu positionieren.

Gesetzliche Anforderungen und Richtlinien

Welches Gesetz liegt der Nachhaltigkeitsberichterstattung zugrunde?

In Deutschland sind die gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung insbesondere durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz geprägt. Dieses Gesetz, welches 2017 in Kraft trat, setzt die EU-Richtlinie 2014/95/EU in nationales Recht um und verpflichtet bestimmte große Unternehmen dazu, über ihre Aktivitäten in Bezug auf soziale und ökologische Aspekte zu berichten.

Wer ist zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet?

Konkret betrifft dies in Deutschland bislang kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen, die bestimmte Größenmerkmale erfüllen: mehr als 500 Mitarbeiter, eine Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro oder einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro.

Welche Angaben müssen enthalten sein?

Der Inhalt eines Nachhaltigkeitsberichts variiert je nach den spezifischen Zielen und Aktivitäten eines Unternehmens, sollte jedoch grundlegende Bereiche wie Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung (Environmental, Social, and Governance – ESG) abdecken. Dazu gehören die Darstellung von Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zur Minimierung von Abfall und Emissionen, zur Förderung der Mitarbeitergesundheit und -sicherheit sowie zur Unterstützung der Gemeinschaften, in denen das Unternehmen tätig ist. Ein effektiver Nachhaltigkeitsbericht zeigt nicht nur die aktuellen Leistungen, sondern setzt auch klare Ziele für die Zukunft und beschreibt, wie diese erreicht werden sollen. Durch diese Transparenz können Stakeholder die Nachhaltigkeitsbemühungen eines Unternehmens nachvollziehen und bewerten.

Erweiterte Anforderungen mit der CSRD

Die neue „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) der EU, die im Dezember 2022 veröffentlicht wurde, erweitert die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung erheblich. Ziel ist es, transparente und vergleichbare Informationen über Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen von Unternehmen zu bieten, nachhaltige Finanzierungen zu fördern und den Übergang zu einer grünen Wirtschaft zu unterstützen. Die CSRD ersetzt die frühere Richtlinie und erweitert den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen signifikant:

  • Es betrifft nun alle großen Unternehmen, die mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen: eine Bilanzsumme von 25 Millionen Euro, Nettoumsätze von 50 Millionen Euro, oder mindestens 250 Beschäftigte.
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit mindestens zehn Mitarbeitern und Kapitalmarktorientierung werden ebenfalls zur Berichterstattung verpflichtet, was die Zahl der berichtspflichtigen Unternehmen in Deutschland drastisch erhöht.

Die Inhalte und Struktur der Berichte werden durch verbindliche EU-Nachhaltigkeitsstandards (ESRS), entwickelt von der EFRAG, standardisiert. Das erste Set der ESRS wurde bereits verabschiedet, mit weiteren Standards, auch spezifisch für KMU, in Aussicht für 2024 und sektorspezifische Standards für 2026.

Wie die Berichterstattung Unternehmen nachhaltiger macht

Die Einführung dieser Berichtspflicht soll die Transparenz in Bezug auf soziale und ökologische Aspekte der Unternehmensführung erhöhen und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Durch die Veröffentlichung entsprechender Informationen werden Unternehmen angeregt, ihre Prozesse und Strategien unter Nachhaltigkeitsaspekten zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Dies dient nicht nur dem Schutz von Umwelt und Gesellschaft, sondern kann auch langfristig zur Steigerung des Unternehmenswerts beitragen, indem es das Vertrauen von Investoren, Kunden und der Öffentlichkeit stärkt.

Technologie und Tools zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts kann eine komplexe Aufgabe sein, die eine detaillierte Datenerfassung und -analyse erfordert. Moderne Technologien und Tools bieten hierbei wertvolle Unterstützung. Softwarelösungen für das Energiemanagement ermöglichen es Unternehmen beispielsweise, ihren Energieverbrauch präzise zu erfassen, zu überwachen und zu analysieren, um Energieeffizienzmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen. IoT-Sensoren können in verschiedenen Bereichen des Betriebs eingesetzt werden, um Echtzeitdaten über Temperaturen, Energieverbrauch und andere relevante Parameter zu liefern. Diese Technologien ermöglichen nicht nur eine genauere und effizientere Datensammlung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, sondern unterstützen Unternehmen auch dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen.

Fazit

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt eine zentrale Säule der modernen Unternehmensführung dar, die über die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen hinausgeht und das Engagement für eine nachhaltige Zukunft widerspiegelt. Dieser Artikel hat u.a. wichtige Aspekte der Berichterstattung aufgezeigt und wie Technologien Unternehmen dabei unterstützen können, ihre Nachhaltigkeitsziele effektiv zu kommunizieren und zu erreichen. Durch transparente Berichterstattung stärken Unternehmen nicht nur das Vertrauen bei Stakeholdern, sondern tragen auch aktiv zur nachhaltigen Entwicklung bei und sichern ihren langfristigen Erfolg. Somit ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur eine Pflicht, sondern eine Chance für Unternehmen, Verantwortung zu übernehmen und zukunftsorientiert zu handeln.

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