ROWE Mineralölwerk GmbH
Wie geschmiert – Mit einer Energiemanagementlösung laufen Monitoring und Controlling fast von allein
Beim Öl- und Schmierstoffhersteller ROWE MINERALÖLWERK GmbH hat die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks schon lange einen hohen Stellenwert. Dank der Energiemanagementlösung Efficio gehen die Energiekosten nun „runter wie Öl“, die verbesserte Energiebilanz sorgt im Unternehmen auch für eine wirtschaftlichere Produktion.

Bei
ROWE MINERALÖLWERK GmbH läuft es „wie geschmiert“, denn hier werden Öle und Schmierstoffe jeglicher Art für den Einsatz in Industrie, Metallbearbeitung, Kraft- und Nutzfahrzeugen hergestellt. Besonderen Wert legt man auf innovative Produkte unter anderem auf nativer Grundlage, die einen hohen Anteil an Basisölen natürlichen Ursprungs enthalten. Diese weisen einen negativen CO2-Fußabdruck auf (von der Wiege bis zum Werkstor), haben ein deutlich besseres Leistungsprofil und eine höhere Umweltverträglichkeit im Vergleich zu mineralischen Ölen. Das hauseigene Labor steht nicht nur für Entwicklungskompetenz bei neuen Schmierstoffen, sondern dient auch der Überprüfung und Kontrolle eigens angefertigter Mischungen.
Im Jahr 2017 entschied man sich bei ROWE, auf Basis aller vorliegenden Daten die Klimabelastungen von einem unabhängigen Unternehmen berechnen zu lassen. Bei der Erfassung wurde deutlich, dass ein Großteil der Emissionen insbesondere auf den vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette auftreten: Die Emissionen der gesamten Wertschöpfungskette sind daher zehnmal so hoch wie die bei ROWE direkt anfallenden Emissionen. Trotzdem arbeitet man intensiv an der Reduzierung der CO2-Bilanz mit dem Fokus auf Energiethemen, da diese den größten Anteil bei einem Schmierstoffhersteller ausmachen. Die zur Produktion und in der Verwaltung benötigte Energie gewinnt das Unternehmen zum Teil aus einer über 4.000 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage sowie einem eigenen Blockheizkraftwerk.
Mit ihnen läufts: Schmierstoffe verringern Reibung und verbessern Wirkungsgrade.
Bereits seit April 2010 ist das Unternehmen nach dem Standard ISO 14001 zertifiziert. Zur Ausweitung der Aktivitäten startete ROWE ebenfalls im Jahr 2017 zur Umstellung nach ISO 50001:2011 die Einführung der
Energiemanagementlösung Efficio der Firma Berg. Über eine Online-Recherche ist der Technische Leiter Leonhard Bachmann auf die Energieoptimierer aus Martinsried gestoßen.
„Im direkten Vergleich mit zwei Mitbewerbern zeigte sich sehr schnell, dass sich das System von Berg in Bedienbarkeit und Performance deutlich von den anderen Anbietern abhob“, so Bachmann über seine Wahl für Efficio. Alle Energiedaten zu Verbräuchen und dazugehörigen Kosten wurden bis dahin nur manuell in einem Tabellenkalkulationsprogramm geführt. Erschwerend kam hinzu, dass es mehrere Listen für die beiden Standorte in Bubenheim und Worms gab, die gepflegt werden mussten. Dank Efficio werden nun alle Energieflüsse im Unternehmen erfasst und die eigene Energieeffizienz jährlich neu bewertet, um technische Maßnahmen und Änderungen zur Verbesserung vorzunehmen. Im Zuge der Implementierung des Energiemanagementsystems weitete man die Zahl der Stromzähler auf rund 50 Stück aus, um das Energiegeschehen an beiden Produktionsstandorten detailliert abzubilden. Installation und Inbetriebnahme haben ROWE-Elektriker zusammen mit der internen IT-Abteilung eigenständig nur mit Hilfe des Berg-Telefonsupports durchgeführt.
„Mit der selbsterklärenden und einfach zu bedienenden Software konnten wir das problemlos realisieren. Eine zusätzliche Efficio-Schulung bei Berg in Martinsried reichte aus, um weitere Zähler zu integrieren sowie Analysen und Berichte individualisiert aufzusetzen“, freut sich Leonhard Bachmann.
Kennzahlenbildung als Basis für Optimierungen
Wegen der übersichtlichen statistischen Auswertungen und Visualisierungen kann man bei ROWE seit Mitte des Jahres 2018 mehr als 85 Prozent des Energieverbrauchs in Produktion und Mischbetrieb genau zuordnen und so wesentliche Energieverbraucher identifizieren. Diese werden getrackt, d.h. zurückverfolgt und bewertet, um dann Fertigungsprozesse kontinuierlich zu verbessern. „Besonders gut gefällt uns, dass Efficio über das Netzwerk webbasiert von jedem beliebigen Computer steuerbar ist und damit die erfassten Daten einer größeren Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden können. Im Team lässt sich die Komplexität der Daten viel schneller in den Griff bekommen“, führt der technische Leiter weiter aus.
Für das Controlling beispielsweise stellt der Energiemanager tagesaktuelle Auswertungen und Berichte ganz individuell zusammen, um so Kosteneinsparungen schnell erkennbar zu machen. Mit Hilfe der Sankey-Diagramme in Efficio kann Bachmann in Form von verschieden farbigen Bändern in mengenabhängiger Stärke verständlich visualisieren, wer im Unternehmen gerade Haupt- oder Kleinabnehmer ist. Diese Diagramme sind ein wichtiger Bestandteil des ISO 50001:2018 Berichtswesens und helfen dort Prioritäten zu erkennen, wo Einsparmaßnahmen den größten Effekt haben. Bei ROWE nutzt man außerdem die
Kennzahl EnPI verbrauchte Energie pro produzierter Tonne Schmierstoffe als einen wichtigen Optimierungs-Indikator für das jährliche Energieaudit und für eine stetige Kosten-Nutzen-Abschätzung.
„Für die jährliche Auditierung ist die Energiemanagementlösung Efficio nicht mehr wegzudenken“, ist Leonhard Bachmann überzeugt.
So konnte der Stromverbrauch bereits um mehrere tausend Kilowattstunden nachweislich reduziert werden. Zukünftig sollen Druckluft- und Wärmemengenzähler implementiert werden. Beim Wasser- bzw. Gasverbrauch sieht Leonhard Bachmann bisher keine großen Einsparhebel, da nur sehr wenig Frischwasser benötigt werde bzw. der Gaslastgang keinen bedeutenden Schwankungen unterliege.
„Unsere Produktion ist auf jeden Fall effizienter geworden“, versichert Bachmann. Die Bilanz der letzten Jahre spricht für sich: Zwischen 2020 und 2023 hat ROWE seine CO₂-Emissionen an den Standorten Worms und Bubenheim um mehr als 40 % gesenkt. Bis 2030 strebt das Familienunternehmen eine Reduktion der Scope1- und Scope2-Emissionen um mindestens 90 % an – mit Ökostrom, Wärmepumpen, Solarthermie und einem elektrifizierten Fuhrpark.
So zeigt der Schmierstoffhersteller, dass nachhaltiges Handeln auch im mittelständischen Industriesektor problemlos umsetzbar ist.

FAQ zum Referenzbericht: ROWE MINERALÖLWERK GmbH & Berg GmbH
1. Wie funktioniert eine Energiemanagement Software in der Industrie (Beispiel Produktion und Fertigung)?
Energiemanagement Software für die Industrie erfasst und analysiert Energieverbräuche in Echtzeit und stellt diese transparent dar. Im Referenzprojekt zeigt sich am Beispiel der Rowe Mineralölwerk GmbH, wie Efficio® Energie- und Produktionsdaten zusammenführt und so ein ganzheitliches Energiecontrolling in der Produktion ermöglicht. Dadurch können Unternehmen ihre Energieflüsse detailliert verstehen und gezielt Effizienzmaßnahmen umsetzen.
2. Welche Vorteile bietet Energiemanagement Software für Industrieunternehmen (Kosten senken und Energieeffizienz steigern)?
Energiemanagement Software hilft Industrieunternehmen, Energiekosten nachhaltig zu senken und die Energieeffizienz systematisch zu steigern. Im Praxisbeispiel wird deutlich, dass durch den Einsatz von Efficio® Abweichungen frühzeitig erkannt und Optimierungspotenziale konsequent genutzt werden. Gleichzeitig verbessert sich die Datentransparenz für Investitionen, Nachhaltigkeit und strategische Entscheidungen.
3. Wie gelingt die ISO 50001 Umsetzung mit einer Energiemanagement Software (inkl. Praxisbeispiel Industrie)?
Die ISO 50001 Umsetzung mit Energiemanagement Software wird durch automatisierte Datenerfassung, strukturierte Kennzahlen (EnPIs) und revisionssichere Dokumentation deutlich vereinfacht. Im Referenzbericht zeigt sich, wie die Rowe Mineralölwerk GmbH Efficio® nutzt, um Energieberichte effizient zu erstellen und Auditanforderungen sicher zu erfüllen. Dies unterstützt sowohl Zertifizierungen als auch gesetzliche Anforderungen wie CSRD.
4. Wie funktioniert Energiecontrolling in der Produktion (Kennzahlen, Monitoring und Optimierung)?
Energiecontrolling in der Produktion basiert auf der Verknüpfung von Energieverbrauch und Produktionsleistung. Im Praxisbeispiel wird sichtbar, wie durch Efficio® Kennzahlen wie Energieverbrauch pro Einheit gebildet und kontinuierlich überwacht werden. So lassen sich Ineffizienzen identifizieren, Prozesse optimieren und Benchmarks zwischen Anlagen oder Standorten erstellen.
5. Wie lässt sich ein Energiemanagementsystem in der Industrie skalieren (mehrere Standorte und wachsende Anforderungen)?
Ein modernes Energiemanagementsystem ist modular aufgebaut und kann flexibel erweitert werden. Im Referenzprojekt zeigt sich, wie Efficio® bei der Rowe Mineralölwerk GmbH als skalierbare Plattform eingesetzt wird, um zusätzliche Messstellen, Standorte und Anforderungen zu integrieren. Dies ermöglicht ein zukunftssicheres Energiemanagement im Kontext steigender regulatorischer und betrieblicher Anforderungen.
6. Warum ist Energiemanagement in der Mineralöl- und Schmierstoffindustrie besonders wichtig (Praxisbeispiel energieintensive Produktion)?
Die Mineralöl- und Schmierstoffindustrie zählt zu den energieintensiven Branchen, da Misch-, Abfüll- und Logistikprozesse kontinuierlich und unter hohen Qualitätsanforderungen betrieben werden. Ein professionelles Energiemanagement schafft hier entscheidende Vorteile: Es erhöht die Planungssicherheit bei steigenden Energiepreisen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit durch reduzierte Betriebskosten und unterstützt die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Gleichzeitig leistet es einen wichtigen Beitrag zur Erreichung von ESG- und Nachhaltigkeitszielen.
Der Referenzbericht zeigt am Beispiel der Rowe Mineralölwerk GmbH, wie ein datenbasiertes Energiemanagement mit Efficio® erfolgreich umgesetzt wird. Besonders relevant sind diese Ansätze für Industrieunternehmen mit hohem Strom- und Wärmebedarf, komplexen Energieflüssen oder bestehenden ISO 50001-Systemen. Auch Unternehmen mit klaren Nachhaltigkeitszielen oder dem Fokus auf langfristige Energiekostensenkung profitieren von den dargestellten Lösungen.
Referenzbericht 09/2020, aktualisiert 02/2026
Foto: ROWE MINERALÖLWERK GMBH