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Wie viel lässt sich mit Lastmanagement realistisch pro Jahr sparen? (Beispielrechnung)

Berg GmbH ·
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Mit einem automatisierten Lastmanagementsystem lassen sich die jährlichen Energiekosten in Industrie und Gewerbe spürbar senken, weil der Leistungspreis, der einen erheblichen Teil der Netzentgelte ausmacht, direkt von der höchsten gemessenen Leistungsspitze abhängt. Wer diese Spitze auch nur um einige hundert Kilowatt reduziert, erzielt Einsparungen, die sich schnell im fünf- bis sechsstelligen Bereich bewegen können. Die folgenden Abschnitte erklären, wie die Berechnung funktioniert, welche Faktoren das Ergebnis bestimmen und ab wann sich die Investition amortisiert.

Wie hoch sind die Netzentgelte, die durch Lastmanagement beeinflusst werden können?

Netzentgelte setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, aber der für das Lastmanagement relevante Anteil ist der sogenannte Leistungspreis, der auf der Jahreshöchstleistung basiert. Dieser Anteil kann je nach Netzebene, Region und Abnahmestruktur einen erheblichen Teil der gesamten Energierechnung ausmachen und liegt bei vielen Industriebetrieben im Bereich von 30 bis 50 Prozent der Netzentgeltrechnung.

Der Leistungspreis wird vom Netzbetreiber auf Basis der höchsten gemessenen Viertelstundenleistung innerhalb eines Jahres berechnet. Das bedeutet: Selbst wenn ein Unternehmen nur ein einziges Mal im Jahr eine besonders hohe Leistungsspitze erzeugt, wirkt sich dieser Wert auf alle zwölf Monate aus. Neben dem Leistungspreis gibt es einen Arbeitspreis, der den tatsächlichen Energieverbrauch in Kilowattstunden abrechnet. Lastmanagement zielt primär auf den Leistungspreis ab und greift damit genau dort an, wo die größten Hebelwirkungen entstehen.

Hinzu kommen weitere Kostenbestandteile wie EEG-Umlage, Konzessionsabgaben und Steuern, die teilweise ebenfalls leistungsabhängig berechnet werden oder durch eine reduzierte Spitzenlast indirekt beeinflusst werden können. Das macht die Netzentgeltoptimierung zu einem der wirkungsvollsten Ansätze, um Energiekosten strukturell zu senken.

Wie funktioniert die Berechnung des Leistungspreises in der Praxis?

Der Leistungspreis ergibt sich aus der Multiplikation des tariflichen Leistungspreises in Euro pro Kilowatt mit der Jahreshöchstleistung in Kilowatt. Der Netzbetreiber misst dazu 96 Mal täglich eine Viertelstunde und registriert den höchsten dieser Messwerte über das gesamte Jahr. Dieser eine Spitzenwert bestimmt dann den Leistungspreisanteil der gesamten Jahresrechnung.

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Mechanik: Liegt der Leistungspreis bei 140 Euro pro Kilowatt und beträgt die gemessene Jahreshöchstleistung 1.400 Kilowatt, ergibt sich ein Leistungspreisanteil von 196.000 Euro pro Jahr. Gelingt es, diese Spitze durch aktives Lastmanagement auf 1.000 Kilowatt zu reduzieren, beträgt die jährliche Einsparung 400 Kilowatt multipliziert mit 140 Euro, also 56.000 Euro. Diese Rechnung stammt direkt aus der Praxis und zeigt, warum die Reduzierung von Leistungsspitzen so wirksam ist.

Das Lastmanagementsystem arbeitet dabei nach dem sogenannten Trendrechnungsverfahren. Es misst parallel zum Energieversorger und berechnet innerhalb jeder laufenden Viertelstunde eine sogenannte Trendleistung: Wo wird der aktuelle Bezug am Ende der Messperiode landen? Liegt die Trendleistung über dem vorgegebenen Sollwert, berechnet das System eine negative Korrekturleistung und schaltet geeignete Verbraucher ab oder sperrt sie vorübergehend. Liegt sie darunter, steht noch eine positive Reserve zur Verfügung. So bleibt der Bezug kontinuierlich innerhalb des definierten Leistungslimits.

Wie viel lässt sich durch Lastspitzenkappung konkret einsparen?

Die konkrete Einsparung durch das Reduzieren von Leistungsspitzen hängt von der Höhe des Leistungspreises und der Größe der reduzierbaren Spitze ab. Als Orientierung: Wer eine Jahreshöchstleistung von 400 Kilowatt senkt und einen Leistungspreis von 140 Euro pro Kilowatt zahlt, erzielt eine jährliche Einsparung von 56.000 Euro allein aus dem Leistungspreisanteil.

Diese Zahl ist kein theoretisches Maximum, sondern ein realistisches Ergebnis, das sich aus der Formel Leistungsreduktion multipliziert mit dem Leistungspreis ableitet. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine dauerhafte, jährlich wiederkehrende Einsparung handelt, nicht um einen einmaligen Effekt. Solange das Lastmanagementsystem aktiv ist und die Spitze dauerhaft unterdrückt wird, wiederholt sich die Einsparung jedes Jahr.

Für Gasabnahmestellen gilt dasselbe Prinzip, jedoch mit 60-Minuten-Messperioden statt Viertelstunden. Unternehmen mit einem hohen Gasverbrauch können daher parallel ein Lastmanagementsystem für Strom und eines für Gas betreiben und beide Leistungspreisanteile optimieren.

Welche Faktoren bestimmen, wie groß die Einsparung ausfällt?

Die tatsächliche Höhe der Lastmanagement-Einsparungen wird von mehreren Faktoren beeinflusst: dem geltenden Leistungspreis des Netzbetreibers, der Differenz zwischen aktueller Jahreshöchstleistung und erreichbarem Sollwert sowie der Anzahl und Flexibilität der steuerbaren Verbraucher im Unternehmen.

Ein hoher Leistungspreis erhöht den Hebel jedes eingesparten Kilowatts erheblich. Leistungspreise variieren je nach Netzebene und Region, weshalb eine individuelle Netzentgeltanalyse der erste Schritt vor jeder Wirtschaftlichkeitsberechnung sein sollte. Unternehmen, die direkt am Hochspannungsnetz angeschlossen sind, zahlen in der Regel andere Leistungspreise als solche, die über die Mittel- oder Niederspannung versorgt werden.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Qualität der Messdaten. Lastmanagementsysteme arbeiten deutlich präziser, wenn sie auf realen Messwerten direkt am Zähler basieren statt auf theoretischen Typenschildwerten. Wenn ein Verbraucher laut Typenschild 100 Kilowatt hat, im realen Betrieb aber nur 60 Kilowatt zieht, und das System mit dem falschen Wert arbeitet, entstehen Fehler in der Regelstrategie. Echte Messwerte vermeiden dieses Problem und steigern die Regelgenauigkeit erheblich.

Schließlich spielt auch die Betriebsbegleitung eine Rolle. Ein Lastmanagementsystem ist kein System, das einmal eingerichtet wird und dann unbeobachtet im Hintergrund läuft. Sich ändernde Produktionsbedingungen, neue Verbraucher oder veränderte Tarife erfordern gelegentliche Anpassungen der Parametrierung, um die Einsparungen dauerhaft zu sichern.

Wann amortisiert sich ein automatisiertes Lastmanagementsystem?

Die Amortisationszeit eines automatisierten Lastmanagementsystems liegt bei vielen Industriebetrieben zwischen einem und drei Jahren, abhängig von der Investitionshöhe und der jährlichen Einsparung. Bei einem Leistungspreis von 140 Euro pro Kilowatt und einer reduzierten Spitze von 400 Kilowatt ergibt sich eine jährliche Einsparung von 56.000 Euro, was bei einer typischen Systeminvestition eine schnelle Amortisation ermöglicht.

Die Investitionskosten setzen sich aus der Systemhardware, der Softwarelizenz, der Inbetriebnahme und der Einbindung der Verbraucher zusammen. Modulare Systeme wie Optimo lassen sich skalieren: Kleinere Unternehmen mit einem Bezug ab 300 Kilowatt können mit einem kompakten Aufbau starten, während Großverbraucher mit mehreren hundert Megawatt dezentrale Strukturen mit mehreren Unterstationen aufbauen. Die Skalierbarkeit ermöglicht es, die Anfangsinvestition dem tatsächlichen Einsparpotenzial anzupassen.

Darüber hinaus lässt sich das Lastmanagementsystem bei Bedarf mit einem Energiemonitoringsystem kombinieren, was den Gesamtnutzen der Infrastruktur erhöht und die Amortisationsrechnung weiter verbessert. Unternehmen, die später eine ISO-50001-Zertifizierung anstreben, können denselben Systemaufbau als Grundlage für das Energiemonitoring nutzen.

Welche Verbraucher eignen sich am besten für automatisches Lastmanagement?

Am besten für automatisches Lastmanagement geeignet sind Verbraucher, die sich kurzzeitig abschalten oder sperren lassen, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden, und die gleichzeitig eine relevante elektrische Leistung aufweisen. Dazu zählen vor allem Lüftungs- und Klimaanlagen, Pumpen, Kompressoren, Kühlaggregate sowie industrielle Prozessanlagen mit thermischer Trägheit.

Wichtig ist das Verständnis, dass modernes Lastmanagement weniger auf das vollständige Abschalten von Anlagen setzt als vielmehr auf das vorübergehende Sperren von Verbrauchern, damit diese nicht in einem ungünstigen Moment zusätzlich zuschalten. Dieser präventive Ansatz ist schonender für die Anlagen und reicht in vielen Fällen aus, um die Leistungsspitze unter dem Sollwert zu halten.

Für jeden steuerbaren Verbraucher lassen sich im System individuelle Parameter hinterlegen: eine maximale Abschaltdauer, Mindestlaufzeiten sowie Abschalt- und Zuschaltleistungen. Eine Lüftungsanlage darf beispielsweise nur für eine begrenzte Zeit abgeschaltet werden, damit die vorgeschriebenen Luftwechselraten eingehalten werden. Das System berücksichtigt diese Randbedingungen automatisch und wählt in jeder Situation die geeignetste Kombination aus verfügbaren Verbrauchern.

Moderne Anlagen wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Blockheizkraftwerke und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge lassen sich ebenfalls in das Lastmanagement integrieren und bieten zusätzliche Flexibilität bei der Leistungsregelung.

So unterstützt Berg GmbH beim Lastmanagement und der Netzentgeltoptimierung

Berg GmbH bietet mit Optimo ein vollständig automatisiertes Lastmanagementsystem, das speziell für die Anforderungen von Industrie und Gewerbe entwickelt wurde. Optimo arbeitet nach dem Trendrechnungsverfahren, überwacht den Leistungsbezug in Echtzeit und greift automatisch ein, bevor kritische Leistungsgrenzen überschritten werden. Das Ergebnis: dauerhaft reduzierte Netzentgelte und ein messbarer Beitrag zur Senkung der Energiekosten.

Der Leistungsumfang von Berg umfasst unter anderem:

  • Professionelle Lastganganalyse zur Identifikation von Einsparpotenzial und als Grundlage einer individuellen ROI-Berechnung
  • Tarif- und Netzentgeltanalyse, um den tatsächlichen Leistungspreis und die relevanten Tarifbestandteile zu ermitteln
  • Technische Systemauslegung auf Basis realer Messwerte und individueller Betriebsbedingungen
  • Einrichtung und Inbetriebnahme durch erfahrenes Fachpersonal, inklusive Verdrahtung, Dokumentation und Prüfung
  • Laufende Betreuung, Software-Updates und Wartung, damit das System dauerhaft auf dem aktuellen Stand bleibt
  • Kombinierbarkeit mit Efficio®, dem Energiemonitoringsystem von Berg, für eine einheitliche Bedienoberfläche und eine durchgängige Energiemanagementlösung

Optimo ist skalierbar und eignet sich für Unternehmen ab 300 Kilowatt Bezugsleistung bis hin zu Großverbrauchern im dreistelligen Megawattbereich. Wer wissen möchte, wie hoch das konkrete Einsparpotenzial im eigenen Betrieb ist, kann direkt mit den Experten von Berg sprechen. Jetzt Kontakt aufnehmen und eine individuelle Lastganganalyse anfragen.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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