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Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden im gewerblichen Kontext?

Berg GmbH ·
AC Type 2- und DC CCS-Ladestecker an einer modernen Elektroauto-Ladestation in einem Firmenparkhaus.

AC-Laden (Wechselstrom) und DC-Laden (Gleichstrom) unterscheiden sich grundlegend darin, wo die Umwandlung des Stroms stattfindet: Beim AC-Laden erfolgt die Umwandlung im Fahrzeug selbst, beim DC-Laden übernimmt das externe Ladegerät diese Aufgabe und liefert den Strom direkt in die Batterie. Für Unternehmen ist dieser technische Unterschied entscheidend, weil er die Ladeleistung, die Infrastrukturkosten und die Netzbelastung direkt beeinflusst. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen, die Betriebe beim Aufbau einer gewerblichen Ladeinfrastruktur stellen.

Welche Ladetechnologie eignet sich besser für Unternehmensflotten?

Für die meisten Unternehmensflotten ist AC-Laden die praktischere Wahl, solange Fahrzeuge über Nacht oder über mehrere Stunden stehen. DC-Laden empfiehlt sich dagegen, wenn kurze Standzeiten eine schnelle Vollladung erfordern oder wenn Nutzfahrzeuge mit großen Batteriekapazitäten im Einsatz sind. Die Entscheidung hängt also weniger von der Technologie selbst ab als vom Nutzungsprofil der Flotte.

AC-Ladepunkte liefern typischerweise zwischen 3,7 und 22 kW. Das reicht für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, die über Nacht geladen werden, vollkommen aus. Die Fahrzeugbatterie wird dabei schonend geladen, was langfristig der Lebensdauer der Akkus zugutekommen kann. Für Fuhrparks mit festen Schichtzeiten, bei denen Fahrzeuge regelmäßig für sechs bis acht Stunden stehen, ist dieses Modell wirtschaftlich und technisch sinnvoll.

DC-Schnelllader beginnen bei rund 50 kW und reichen bei modernen Systemen bis weit über 100 kW. Sie eignen sich besonders für Transporter oder Busse mit hohem Tageseinsatz, für Logistikbetriebe mit kurzen Pausen zwischen den Touren oder für Standorte, an denen Mitarbeiter oder Kunden ihr Fahrzeug nur kurz abstellen. Allerdings stellen hohe DC-Ladeleistungen auch höhere Anforderungen an die Netzanbindung und das Lademanagement.

Wie beeinflusst AC- oder DC-Laden die Netzbelastung im Betrieb?

DC-Laden belastet das betriebliche Stromnetz deutlich stärker als AC-Laden, weil die hohen Leistungsspitzen unmittelbar aus dem Netz gezogen werden. AC-Ladepunkte verteilen den Energiebedarf gleichmäßiger über längere Zeiträume und lassen sich dadurch einfacher in ein bestehendes Lastmanagement integrieren. Für Unternehmen mit begrenzter Netzanschlussleistung ist dieser Unterschied ein zentrales Planungskriterium.

Leistungsspitzen sind im gewerblichen Kontext besonders kostspielig, weil Netzentgelte häufig auf Basis der gemessenen Spitzenlast abgerechnet werden. Jeder unkontrollierte Ladevorgang kann die Lastspitze erhöhen und damit die Energiekosten dauerhaft steigen lassen. Ein intelligentes Lademanagement für Unternehmen steuert die Ladevorgänge so, dass Ladepunkte nicht gleichzeitig mit voller Leistung aktiv sind und die verfügbare Netzkapazität optimal genutzt wird.

Bei DC-Schnellladern ist diese Steuerung technisch anspruchsvoller, aber nicht weniger wichtig. Moderne DC-Systeme unterstützen dynamisches Lastmanagement, bei dem die Ladeleistung in Echtzeit an die aktuelle Netzsituation angepasst wird. Ohne diese Funktion riskieren Betriebe Engpässe in der Stromversorgung oder teure Netzausbaumaßnahmen.

Was kostet der Aufbau einer AC- versus DC-Ladeinfrastruktur?

AC-Ladeinfrastruktur ist in der Anschaffung und Installation deutlich günstiger als DC-Infrastruktur. Ein AC-Ladepunkt mit 11 oder 22 kW kostet inklusive Installation einen Bruchteil eines vergleichbaren DC-Schnellladesystems, das allein durch die Leistungselektronik und die notwendigen Netzanpassungen erheblich teurer wird. Für Unternehmen mit vielen Ladepunkten und langen Standzeiten ist AC daher meist die wirtschaftlichere Wahl.

Kostenkomponenten beim AC-Laden

Die Gesamtkosten einer AC-Ladeinfrastruktur setzen sich aus Hardware, Installation und gegebenenfalls Netzertüchtigung zusammen. Da AC-Ladepunkte keine aufwändige Leistungselektronik benötigen, sind die Hardwarekosten überschaubar. Die Verlegung von Leitungen und die Anbindung an den Hausanschluss sind bei vielen Betrieben ohne größere Umbaumaßnahmen möglich. Hinzu kommen Softwarekosten für das Lademanagement und die Abrechnung.

Kostenkomponenten beim DC-Laden

DC-Schnelllader erfordern nicht nur teurere Hardware, sondern häufig auch eine Verstärkung des Netzanschlusses oder den Einbau eines Mittelspannungstransformators. Diese Tiefbau- und Netzausbaukosten können die Gesamtinvestition erheblich erhöhen. Für Standorte mit wenigen Fahrzeugen und ausreichend Zeit zum Laden lässt sich ein DC-Ausbau in der Regel nicht wirtschaftlich rechtfertigen. Anders sieht es aus, wenn Schnellladen ein strategischer Bestandteil des Geschäftsmodells ist, etwa bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten oder im Logistikbereich.

Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für gewerbliche Ladeinfrastruktur?

Gewerbliche Ladeinfrastruktur unterliegt in Deutschland mehreren gesetzlichen Anforderungen. Dazu gehören eichrechtliche Vorgaben für die Abrechnung nach Kilowattstunden, baurechtliche Anforderungen je nach Standort sowie die Vorgaben der Ladesäulenverordnung (LSV) für öffentlich zugängliche Ladepunkte. Unternehmen, die Mitarbeitern oder Kunden das Laden in Rechnung stellen, müssen zudem sicherstellen, dass ihre Messsysteme den eichrechtlichen Anforderungen entsprechen.

Die Ladesäulenverordnung schreibt für öffentlich zugängliche Ladepunkte unter anderem die Möglichkeit des Ad-hoc-Ladens ohne Vertragsbindung vor sowie die Pflicht zur Preistransparenz. Für rein betriebsinterne Ladepunkte, die ausschließlich Mitarbeitern zur Verfügung stehen, gelten diese Anforderungen in der Regel nicht. Ob ein Messsystem eichrechtlich für einen spezifischen Einsatz zugelassen ist, muss im Einzelfall geprüft werden.

Darüber hinaus sind Unternehmen gut beraten, bei der Planung ihrer Ladeinfrastruktur die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) im Blick zu behalten, das für viele Betriebe verpflichtende Energiemanagementsysteme oder Energieaudits vorschreibt. Eine integrierte Lösung, die Lademanagement und Energiemonitoring verbindet, erleichtert die Erfüllung dieser Anforderungen erheblich.

Wann sollte ein Unternehmen auf bidirektionales Laden setzen?

Bidirektionales Laden lohnt sich für Unternehmen, die ihre Fahrzeugflotte als mobilen Energiespeicher nutzen wollen, um Lastspitzen zu kappen, selbst erzeugten Solarstrom zu speichern oder am Regelenergiemarkt teilzunehmen. Diese Technologie setzt ausschließlich DC-fähige Fahrzeuge und Ladesysteme voraus und erfordert eine entsprechend ausgelegte Netzinfrastruktur sowie ein leistungsfähiges Energiemanagementsystem.

Vehicle-to-Grid (V2G) und Vehicle-to-Building (V2B) sind die zwei häufigsten Anwendungsformen. Bei V2B wird die gespeicherte Energie der Fahrzeuge direkt ins Gebäudenetz eingespeist, etwa um Lastspitzen zu glätten oder Produktionsanlagen kurzfristig zu versorgen. Bei V2G wird Energie ins öffentliche Netz zurückgespeist, was zusätzliche Erlösmöglichkeiten eröffnet, aber auch regulatorische Anforderungen mit sich bringt.

Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist bidirektionales Laden derzeit noch ein Zukunftsthema, das sorgfältige Planung und die Auswahl kompatibler Fahrzeugmodelle erfordert. Dennoch sollten Betriebe, die heute ihre Ladeinfrastruktur aufbauen, die technische Vorbereitung für bidirektionale Systeme bereits einplanen, um spätere Nachrüstkosten zu vermeiden.

Wie Berg GmbH beim Aufbau der richtigen Ladeinfrastruktur unterstützt

Berg GmbH bietet mit Berg.Charge eine intelligente Lademanagementlösung, die speziell auf die Anforderungen gewerblicher Betriebe ausgelegt ist. Die Lösung verbindet AC- und DC-Ladepunkte in einem einheitlichen System und steuert die Ladevorgänge so, dass Leistungsspitzen vermieden und Netzentgelte optimiert werden. Konkret unterstützt Berg dabei:

  • Dynamisches Lastmanagement, das Ladevorgänge in Echtzeit an die verfügbare Netzkapazität anpasst
  • Integration in bestehende Energiemanagementsysteme wie Efficio® für vollständige Transparenz über alle Verbräuche
  • Eichrechtskonforme Abrechnung für Mitarbeiter- und Kundenladen
  • Skalierbare Infrastruktur, die von wenigen Ladepunkten bis zu großen Fuhrparkstandorten wächst
  • Vorbereitung auf bidirektionale Ladetechnologien für eine zukunftssichere Planung

Ob Sie eine neue Ladeinfrastruktur planen oder eine bestehende optimieren möchten: Nehmen Sie jetzt Kontakt mit Berg auf und lassen Sie sich individuell beraten.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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