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Wie viele Elektroautos lassen sich mit Lademanagement gleichzeitig laden?

Berg GmbH ·
Fünf Elektrofahrzeuge an modernen weißen Ladestationen in einem hellen Firmenparkhaus mit grünen Ladeanzeigen.

Mit einem intelligenten Lademanagement lassen sich deutlich mehr Elektroautos gleichzeitig laden, als der Netzanschluss auf den ersten Blick zulässt. Statt jedem Fahrzeug eine feste Ladeleistung zuzuweisen, verteilt das System die verfügbare Gesamtkapazität dynamisch auf alle aktiven Ladepunkte. Wie genau das funktioniert und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, beantwortet dieser Artikel Schritt für Schritt.

Wie berechnet Lademanagement die verfügbare Kapazität für mehrere Fahrzeuge?

Lademanagement berechnet die verfügbare Kapazität, indem es die vertraglich vereinbarte oder technisch zulässige Netzanschlussleistung des Gebäudes als Obergrenze nimmt und davon den aktuellen Verbrauch aller anderen Verbraucher im Betrieb abzieht. Die verbleibende Restkapazität wird dann auf die aktiven Ladepunkte verteilt. Dieser Prozess läuft in Echtzeit und passt sich laufend an.

Das System überwacht dazu kontinuierlich den Gesamtstromverbrauch am Netzanschlusspunkt. Steigt der Verbrauch in der Produktion oder im Gebäude an, reduziert das Lademanagement die Ladeleistung der Fahrzeuge entsprechend. Sinkt der allgemeine Verbrauch, wird die frei gewordene Kapazität sofort wieder für das Laden genutzt. Auf diese Weise bleibt die Gesamtlast stets innerhalb des zulässigen Rahmens, ohne dass manuell eingegriffen werden muss.

Für die Berechnung sind vor allem zwei Messwerte entscheidend: die aktuelle Ist-Last am Netzanschluss und die konfigurierte maximale Ladeleistung pro Ladepunkt. Aus diesen Werten ermittelt das System in kurzen Intervallen, wie viel Leistung für das Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung steht.

Welche Faktoren bestimmen, wie viele E-Autos gleichzeitig laden können?

Wie viele Elektroautos gleichzeitig geladen werden können, hängt von der verfügbaren Netzanschlussleistung, dem aktuellen Betriebsverbrauch, der Ladeleistung der einzelnen Wallboxen sowie den Vorgaben des Lademanagementsystems ab. Diese Faktoren zusammen bestimmen die reale Ladekapazität zu jedem Zeitpunkt.

Im Einzelnen spielen folgende Aspekte eine entscheidende Rolle:

  • Netzanschlussleistung: Die maximale Leistung, die das Versorgungsnetz am Übergabepunkt bereitstellt, bildet die absolute Obergrenze für alle elektrischen Verbraucher im Betrieb.
  • Grundlast des Betriebs: Maschinen, Beleuchtung, Klimatisierung und andere Verbraucher beanspruchen einen Teil der Anschlussleistung. Je höher die Grundlast, desto weniger Kapazität steht für Ladevorgänge zur Verfügung.
  • Ladeleistung je Ladepunkt: Wallboxen mit 11 kW benötigen pro Fahrzeug weniger Kapazität als Schnellladepunkte mit 22 kW oder mehr. Mit niedrigerer Ladeleistung lassen sich bei gleicher Netzkapazität mehr Fahrzeuge gleichzeitig versorgen.
  • Fahrzeugtyp und Ladezustand: Moderne Elektrofahrzeuge regeln ihre Ladeleistung selbst. Ein fast vollständig geladenes Fahrzeug nimmt weniger Strom auf als eines mit leerem Akku, was dem System zusätzliche Flexibilität verschafft.
  • Priorisierungsregeln: Viele Systeme erlauben es, bestimmten Fahrzeugen oder Nutzergruppen Vorrang einzuräumen, zum Beispiel Dienstfahrzeugen vor Mitarbeiterfahrzeugen.

Ein gut konfiguriertes Lademanagementsystem kann durch diese Faktoren die tatsächlich nutzbare Ladekapazität erheblich steigern, ohne dass der Netzanschluss erweitert werden muss.

Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Lademanagement?

Statisches Lademanagement teilt die verfügbare Kapazität gleichmäßig und fest auf alle Ladepunkte auf, unabhängig vom aktuellen Betriebsverbrauch. Dynamisches Lademanagement hingegen passt die Leistungsverteilung in Echtzeit an den tatsächlichen Gesamtverbrauch an und nutzt freie Kapazitäten sofort für das Laden. Dynamisches Lademanagement ist daher deutlich effizienter.

Statisches Lademanagement

Bei einem statischen System wird ein fester Leistungswert pro Ladepunkt konfiguriert, zum Beispiel 3,7 kW je Wallbox. Dieser Wert bleibt konstant, egal ob der Betrieb gerade auf Hochtouren läuft oder weitgehend stillsteht. Das ist einfach einzurichten, verschenkt aber Potenzial: In Phasen geringer Betriebslast steht Kapazität ungenutzt bereit, die für schnelleres Laden genutzt werden könnte.

Dynamisches Lademanagement

Ein dynamisches System misst den aktuellen Gesamtverbrauch kontinuierlich und berechnet daraus in kurzen Intervallen die verfügbare Restkapazität für Ladevorgänge. Sinkt die Betriebslast, erhöht das System automatisch die Ladeleistung der angeschlossenen Fahrzeuge. Steigt sie, wird die Ladeleistung entsprechend gedrosselt. Das Ergebnis ist eine maximale Auslastung der vorhandenen Netzkapazität ohne Gefahr einer Überlastung.

Wie verhindert Lademanagement eine Überlastung des Netzanschlusses?

Lademanagement verhindert eine Überlastung des Netzanschlusses, indem es die Summe aller aktiven Ladevorgänge in Echtzeit überwacht und die Ladeleistung automatisch drosselt, sobald die Gesamtlast einen definierten Schwellenwert zu überschreiten droht. Das System greift ein, bevor es zu einer Überschreitung kommt.

Technisch funktioniert das über Messwandler oder intelligente Zähler am Netzanschluss, die den aktuellen Stromfluss sekündlich erfassen und an die Steuereinheit des Lademanagementsystems übermitteln. Überschreitet die Gesamtlast einen vordefinierten Grenzwert, sendet das System Steuersignale an die aktiven Ladepunkte und reduziert deren Leistung anteilig oder nach Priorität.

Dieser Mechanismus ist besonders wichtig für Unternehmen, die hohe Netzentgelte zahlen, wenn sie bestimmte Leistungsspitzen überschreiten. Ein effektives Lastmanagement für Elektrofahrzeuge schützt damit nicht nur vor technischen Problemen, sondern trägt auch zur Kostenkontrolle bei. Ergänzend lässt sich das Lademanagement mit einem übergeordneten Energiemanagementsystem verknüpfen, das alle Verbraucher im Betrieb koordiniert.

Für wie viele Ladepunkte ist ein Lademanagementsystem sinnvoll?

Ein Lademanagementsystem ist ab etwa drei bis fünf Ladepunkten sinnvoll. Ab dieser Anzahl übersteigt der Nutzen durch optimierte Kapazitätsverteilung und Schutz vor Lastspitzen den Aufwand für Einrichtung und Betrieb des Systems deutlich. Bei größeren Installationen ist es praktisch unverzichtbar.

Bei nur einem oder zwei Ladepunkten lässt sich der Betrieb oft noch manuell oder über einfache Zeitsteuerungen regeln. Sobald jedoch mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden, entsteht ohne ein intelligentes System schnell das Risiko, dass Lastspitzen entstehen oder einzelne Fahrzeuge gar nicht laden können, weil die Kapazität erschöpft ist.

Für Unternehmen, die ihre Ladeinfrastruktur schrittweise ausbauen möchten, empfiehlt sich ein skalierbares System, das mit der Anzahl der Ladepunkte mitwächst. Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind:

  • Skalierbarkeit: Kann das System problemlos auf mehr Ladepunkte erweitert werden?
  • Integration: Lässt es sich mit dem bestehenden Energiemanagementsystem oder der Gebäudetechnik verbinden?
  • Abrechnung: Unterstützt es die verbrauchsgenaue Abrechnung für Mitarbeitende oder Fuhrparkfahrzeuge?
  • Fernwartung: Können Einstellungen und Updates zentral vorgenommen werden?

Grundsätzlich gilt: Je mehr Ladepunkte geplant sind und je stärker die Ladeinfrastruktur in den Betriebsablauf integriert wird, desto größer ist der Mehrwert eines professionellen Lademanagementsystems.

Wie die Berg GmbH bei intelligentem Lademanagement unterstützt

Die Berg GmbH bietet mit Berg.Charge eine speziell für Unternehmen entwickelte Lademanagementlösung, die genau die Anforderungen adressiert, die in diesem Artikel beschrieben wurden. Die Lösung ist darauf ausgelegt, Ladeinfrastruktur sicher, effizient und skalierbar in bestehende Energiestrukturen zu integrieren.

  • Dynamisches Lastmanagement: Berg.Charge überwacht den Gesamtverbrauch in Echtzeit und verteilt die verfügbare Kapazität intelligent auf alle aktiven Ladepunkte, ohne den Netzanschluss zu überlasten.
  • Skalierbarkeit: Das System wächst mit der Ladeinfrastruktur mit, von wenigen Wallboxen bis hin zu großen Flotten mit vielen Ladepunkten.
  • Integration: Berg.Charge lässt sich mit dem Energiemanagementsystem Efficio® verknüpfen, sodass Lademanagement und betriebliches Energiemanagement aus einer Hand gesteuert werden.
  • Abrechnung und Priorisierung: Verbrauchsgenaue Abrechnung für Mitarbeitende und flexible Priorisierungsregeln für unterschiedliche Fahrzeuggruppen sind integriert.
  • Fachkundige Beratung: Die Berg GmbH begleitet Unternehmen von der Planung bis zur Inbetriebnahme und unterstützt bei der optimalen Auslegung der Ladeinfrastruktur.

Wenn Sie wissen möchten, wie viele Elektroautos sich in Ihrem Betrieb mit der vorhandenen Netzkapazität gleichzeitig laden lassen, sprechen Sie direkt mit den Experten von Berg. Jetzt Kontakt aufnehmen und eine individuelle Beratung vereinbaren.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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