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Was sind die häufigsten Fehler beim Aufbau von Ladeinfrastruktur im Unternehmen?

Berg GmbH ·
Drei Elektrofahrzeuge an weißen Wandladestationen in einem Firmenparkhaus, ein Ladekabel liegt ungenutzt auf dem Boden.

Die häufigsten Fehler beim Aufbau von Ladeinfrastruktur im Unternehmen sind unzureichende Netzplanung, fehlende Lastanalysen, zu wenig eingeplante Ladepunkte und das Ignorieren rechtlicher Anforderungen. Diese Fehler entstehen oft, weil Unternehmen die technische und regulatorische Komplexität einer gewerblichen Ladeinfrastruktur unterschätzen. Die folgenden Abschnitte beleuchten die kritischsten Planungsfehler und zeigen, wie sie sich vermeiden lassen.

Welche Kosten werden beim Aufbau von Ladeinfrastruktur häufig unterschätzt?

Beim Aufbau von Ladeinfrastruktur im Unternehmen werden am häufigsten die Kosten für Netzanschluss und Netzausbau, Tiefbauarbeiten, Zählerinfrastruktur sowie laufende Betriebskosten unterschätzt. Der eigentliche Kaufpreis der Ladesäulen macht oft nur einen kleinen Teil der Gesamtinvestition aus.

Viele Betriebe kalkulieren zunächst nur die Hardware, also die Ladepunkte selbst. Die tatsächlichen Kosten entstehen jedoch vor allem im Hintergrund: Die Verstärkung des Hausanschlusses, neue Kabeltrassen, Schaltschränke und die Installation von Mess- und Zählereinrichtungen können den Gesamtaufwand erheblich in die Höhe treiben. Hinzu kommen Planungskosten, Genehmigungsverfahren und gegebenenfalls Umbaumaßnahmen im Gebäude.

Auch die laufenden Betriebskosten werden häufig vernachlässigt. Wartungsverträge, Software-Lizenzen für das Lademanagement, Abrechnungsinfrastruktur für die Mitarbeitenden sowie mögliche Netzentgelterhöhungen durch gestiegene Leistungsspitzen sind reale Kostenfaktoren, die in die langfristige Wirtschaftlichkeitsrechnung gehören. Wer diese Posten von Anfang an mitdenkt, vermeidet böse Überraschungen und trifft fundiertere Investitionsentscheidungen.

Warum ist eine fehlende Lastanalyse ein kritischer Planungsfehler?

Eine fehlende Lastanalyse ist ein kritischer Planungsfehler beim Aufbau von Ladeinfrastruktur, weil ohne sie weder die tatsächliche Netzbelastbarkeit noch der optimale Standort der Ladepunkte bestimmt werden kann. Unternehmen riskieren Netzüberlastungen, teure Nachrüstungen und eingeschränkten Ladebetrieb.

Die Lastanalyse erfasst, welche elektrischen Lasten im Betrieb zu welchen Zeiten aktiv sind und wie viel Kapazität das bestehende Stromnetz noch aufnehmen kann. Ohne dieses Wissen werden Ladepunkte häufig dort installiert, wo sie technisch ungünstig liegen, oder in einer Anzahl, die das Netz schlicht nicht trägt.

Besonders in produzierenden Betrieben mit schwankenden Lastprofilen ist dieser Schritt unverzichtbar. Wenn Produktionsmaschinen, Klimaanlagen und Ladesäulen gleichzeitig Strom ziehen, entstehen Lastspitzen, die Netzentgelte in die Höhe treiben oder im schlimmsten Fall zur Abschaltung führen. Eine sorgfältige Lastanalyse vor der Planung schafft die Grundlage für eine stabile, kosteneffiziente und skalierbare Ladeinfrastruktur im Gewerbe.

Was passiert, wenn kein intelligentes Lademanagement eingesetzt wird?

Ohne intelligentes Lademanagement laden alle angeschlossenen Fahrzeuge gleichzeitig mit maximaler Leistung, was zu unkontrollierten Lastspitzen, erhöhten Netzentgelten und potenziellen Netzausfällen führt. Die Netzstabilität der Ladeinfrastruktur ist ohne ein steuerndes System nicht gewährleistet.

Ein unkontrollierter Ladebetrieb ist in gewerblichen Umgebungen kaum tragbar. Wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig mit voller Leistung laden, kann die verfügbare Netzkapazität schnell überschritten werden. Die Folge sind entweder kostspielige Netzausbaumaßnahmen oder eine dauerhaft eingeschränkte Nutzung der Ladepunkte.

Intelligentes Lademanagement löst dieses Problem, indem es die Ladeströme dynamisch auf die verfügbare Netzkapazität verteilt, Prioritäten setzt und Ladezeiten in lastärmere Zeitfenster verschiebt. So lässt sich die vorhandene Infrastruktur optimal ausnutzen, ohne das Stromnetz zu überlasten. Für Unternehmen, die Elektromobilität im Betrieb langfristig skalieren wollen, ist ein solches System keine optionale Ergänzung, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtlösung.

Wie viele Ladepunkte sollten Unternehmen von Anfang an einplanen?

Unternehmen sollten beim Aufbau von Ladeinfrastruktur von Anfang an mehr Ladepunkte einplanen, als aktuell benötigt werden, mindestens jedoch die Kabeltrassen und Netzkapazitäten für eine spätere Erweiterung vorbereiten. Eine zu knappe Auslegung führt in der Regel zu teuren Nachrüstungen.

Die Elektromobilität im Betrieb entwickelt sich schnell. Unternehmen, die heute fünf Fahrzeuge laden, werden in drei bis fünf Jahren möglicherweise zwanzig oder mehr Fahrzeuge betreiben, sei es durch eigene Flottenumstellung oder durch den wachsenden Bedarf der Mitarbeitenden. Wer die Infrastruktur nur auf den heutigen Bedarf auslegt, zahlt die Erweiterung später doppelt.

Die wirtschaftlich sinnvollere Strategie ist das sogenannte „Leerrohrsystem“: Kabelkanäle, Leerrohre und Netzanschlusspunkte werden von Anfang an für eine höhere Anzahl von Ladepunkten dimensioniert, auch wenn zunächst nur ein Teil davon aktiviert wird. So entfallen spätere Tiefbaukosten, und die Ladeinfrastruktur lässt sich schrittweise und kosteneffizient ausbauen.

Welche rechtlichen und normativen Anforderungen werden oft übersehen?

Beim Aufbau von Ladeinfrastruktur im Unternehmen werden häufig die Anforderungen der DIN VDE 0100-722, eichrechtliche Vorgaben für die Abrechnung von Ladestrom sowie baurechtliche Genehmigungspflichten übersehen. Auch Vorgaben aus dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) werden oft nicht berücksichtigt.

Das GEIG schreibt für bestimmte Gebäudetypen und Neubauten konkrete Anforderungen an die Ladeinfrastruktur vor, etwa Mindestquoten für Stellplätze mit Leitungsvorinstallation. Wer diese Anforderungen bei Bau oder Renovierung ignoriert, riskiert Bußgelder oder muss kostspielige Nachbesserungen vornehmen.

Ebenso wichtig ist die eichrechtliche Konformität: Wer Ladestrom gegenüber Mitarbeitenden oder Dritten abrechnet, benötigt eichrechtlich zugelassene Messeinrichtungen. Welche Messeinrichtung für ein konkretes Abrechnungsszenario eichrechtlich zulässig ist, sollte im Einzelfall mit einem Fachbetrieb oder der zuständigen Eichbehörde geklärt werden. Darüber hinaus gelten bei der Installation von Ladesäulen spezifische Normen für den Schutz vor elektrischen Gefahren, die durch qualifizierte Elektrofachkräfte umgesetzt werden müssen.

Wann sollte ein Energiemanagementsystem in die Ladeinfrastruktur integriert werden?

Ein Energiemanagementsystem sollte idealerweise von Beginn an in die Planung der Ladeinfrastruktur einbezogen werden, nicht erst nachträglich. Die Integration ermöglicht eine ganzheitliche Steuerung aller Energieverbräuche im Betrieb und verhindert, dass Ladeinfrastruktur isoliert vom restlichen Energiebedarf betrieben wird.

Wer Ladeinfrastruktur als isoliertes System betreibt, verliert wertvolle Steuerungsmöglichkeiten. Ein übergeordnetes Energiemanagementsystem erfasst alle Verbräuche, erkennt Optimierungspotenziale und kann das Laden von Fahrzeugen aktiv in das betriebliche Lastmanagement einbinden. So lassen sich Ladezeiten gezielt in Phasen mit niedrigem Gesamtverbrauch oder hoher Eigenstromerzeugung, etwa durch Photovoltaik, verschieben.

Für Unternehmen, die eine Zertifizierung nach ISO 50001 anstreben oder bereits umsetzen, ist die Integration eines Energiemanagementsystems ohnehin ein zentrales Element. Die Ladeinfrastruktur wird dabei als Teil des Gesamtenergieverbrauchs erfasst und bewertet, was die Transparenz erhöht und die Nachweispflichten gegenüber Auditoren erleichtert. Auch im Hinblick auf das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) gewinnt eine strukturierte Verbrauchserfassung zunehmend an Bedeutung.

Wie Berg GmbH beim Aufbau sicherer und effizienter Ladeinfrastruktur unterstützt

Berg GmbH bietet Unternehmen eine integrierte Lösung, die die häufigsten Fehler beim Aufbau von Ladeinfrastruktur von Grund auf vermeidet. Statt Ladesäulen isoliert zu betrachten, verbindet Berg Lademanagement, Laststeuerung und Energieüberwachung zu einem kohärenten System.

  • Berg.Charge: Das intelligente Lademanagementsystem verteilt Ladeströme dynamisch, verhindert unkontrollierte Lastspitzen und sorgt für stabile Netzstabilität der Ladeinfrastruktur, auch bei wachsender Fahrzeugflotte.
  • Optimo: Das automatisierte Lastmanagementsystem integriert die Ladeinfrastruktur in das betriebliche Lastprofil und optimiert Netzentgelte durch gezielte Leistungssteuerung.
  • Efficio®: Die webbasierte Energiemanagementsoftware erfasst alle Verbräuche lückenlos, macht Ladestrommengen transparent und unterstützt Unternehmen bei der Erfüllung normativer Anforderungen.
  • Individuelle Beratung: Berg begleitet Unternehmen von der Lastanalyse über die Systemplanung bis zur Inbetriebnahme, einschließlich der Berücksichtigung rechtlicher und normativer Vorgaben.

Ob Sie eine E-Ladestation im Gewerbe erstmalig aufbauen oder eine bestehende Infrastruktur erweitern und in ein Energiemanagementsystem integrieren möchten: Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und erfahren Sie, wie Berg GmbH Ihre Ladeinfrastruktur sicher, skalierbar und kosteneffizient gestaltet.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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