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Was ist Autocharge und wie vereinfacht es das Laden im Gewerbe?

Berg GmbH ·
Weißes Elektroauto lädt automatisch an moderner Ladestation in hellem Parkhaus mit natürlichem Tageslicht.

Autocharge ist eine Technologie, die das Laden von Elektrofahrzeugen vollständig automatisiert: Das Fahrzeug wird beim Anstecken des Ladekabels automatisch identifiziert und der Ladevorgang startet ohne App, Karte oder manuelle Authentifizierung. Besonders für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark oder Mitarbeiterparkplätzen vereinfacht Autocharge den täglichen Betrieb erheblich. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Autocharge im gewerblichen Kontext.

Wie funktioniert Autocharge technisch beim Ladevorgang?

Autocharge funktioniert, indem die MAC-Adresse des Fahrzeugs oder eine andere fahrzeugspezifische Kennung beim Verbinden des Ladekabels automatisch an die Ladestation übertragen wird. Das Backend-System erkennt diese Kennung, ordnet sie einem registrierten Nutzerkonto zu und startet den Ladevorgang ohne weitere Interaktion. Der gesamte Prozess läuft innerhalb von Sekunden ab.

Technisch gesehen nutzt Autocharge die Kommunikation über das Ladekabel selbst, genauer über die sogenannte Control-Pilot-Leitung, die zwischen Fahrzeug und Ladestation besteht. Beim Einstecken sendet das Fahrzeug eine eindeutige Kennung, die die Ladestation empfängt und an ein zentrales Verwaltungssystem weiterleitet. Dieses System prüft, ob die Kennung einem autorisierten Nutzer zugeordnet ist, und gibt den Ladevorgang frei.

Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug einmalig registriert wurde und das Backend-System des Betreibers Autocharge unterstützt. Ist diese Einrichtung abgeschlossen, genügt künftig das Einstecken des Kabels. Für Unternehmen bedeutet das: kein Verwaltungsaufwand für Ladekarten, keine Abhängigkeit von Smartphone-Apps und keine Wartezeiten für Fahrer.

Was ist der Unterschied zwischen Autocharge und Plug & Charge?

Autocharge und Plug & Charge verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber grundlegend in der Technologie und Sicherheit. Autocharge nutzt eine einfache Fahrzeugkennung wie die MAC-Adresse, während Plug & Charge auf dem verschlüsselten ISO-15118-Standard basiert und eine zertifikatsbasierte gegenseitige Authentifizierung zwischen Fahrzeug und Ladestation durchführt.

Autocharge: einfach, aber mit Einschränkungen

Autocharge ist technisch unkompliziert und lässt sich mit vielen bestehenden Ladestationen umsetzen, ohne tiefgreifende Hardware-Upgrades. Da die Fahrzeugkennung jedoch nicht kryptografisch gesichert ist, besteht theoretisch ein Missbrauchspotenzial, wenn Dritte die Kennung abfangen. Im geschlossenen gewerblichen Umfeld, etwa auf Firmengeländen mit kontrollierten Zugängen, ist dieses Risiko in der Praxis gering.

Plug & Charge: sicherer, aber anspruchsvoller

Plug & Charge nach ISO 15118 verschlüsselt die gesamte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation. Fahrzeug und Infrastruktur tauschen digitale Zertifikate aus, bevor der Ladevorgang freigegeben wird. Das macht Plug & Charge deutlich sicherer, erfordert aber kompatible Hardware auf beiden Seiten sowie eine entsprechende PKI-Infrastruktur (Public Key Infrastructure) im Backend. Viele aktuell im Betrieb befindliche Ladestationen unterstützen diesen Standard noch nicht vollständig.

Für die meisten Unternehmen, die heute eine Ladeinfrastruktur im Gewerbe aufbauen, ist Autocharge der pragmatische Einstieg, während Plug & Charge als langfristige Entwicklung zu beobachten ist.

Welche Vorteile bietet Autocharge für gewerbliche Ladeinfrastrukturen?

Autocharge bietet gewerblichen Betreibern vor allem drei Vorteile: reduzierten Verwaltungsaufwand, höhere Nutzerakzeptanz und eine einfachere Integration in bestehende Systeme. Mitarbeiter und Flottenfahrzeuge können ohne Schulungsaufwand laden, und der Betreiber spart den Aufwand für die Ausgabe und Verwaltung von RFID-Karten.

Im gewerblichen Alltag entstehen durch klassische Authentifizierungsverfahren häufig Reibungspunkte: vergessene Ladekarten, App-Probleme oder Nutzer ohne Smartphone. Autocharge eliminiert diese Hindernisse vollständig. Das ist besonders relevant für Unternehmen mit wechselnden Fahrzeugnutzern, Poolfahrzeugen oder einem gemischten Fuhrpark aus verschiedenen Fahrzeugmodellen.

Weitere Vorteile im Überblick:

  • Schnellere Ladevorgänge: Kein manueller Authentifizierungsschritt verzögert den Start
  • Geringerer Supportaufwand: Weniger Anfragen wegen verlorener Karten oder App-Problemen
  • Skalierbarkeit: Neue Fahrzeuge lassen sich mit einer einmaligen Registrierung einbinden
  • Kompatibilität: Funktioniert mit vielen marktgängigen Ladestationen ohne Hardware-Austausch
  • Transparente Abrechnung: Jeder Ladevorgang wird dem registrierten Fahrzeug zugeordnet und lässt sich auswerten

Welche Fahrzeuge und Ladepunkte unterstützen Autocharge?

Autocharge wird von einer Vielzahl moderner Elektrofahrzeuge unterstützt, darunter Modelle von Renault, Hyundai, Kia und anderen Herstellern, die eine eindeutige Fahrzeugkennung über das Ladekabel übertragen. Auf der Infrastrukturseite müssen Ladestationen und das zugehörige Backend-System Autocharge explizit unterstützen und eine entsprechende Registrierungsfunktion bereitstellen.

Die Unterstützung variiert je nach Fahrzeughersteller und Modellgeneration. Nicht jedes Elektrofahrzeug sendet automatisch eine verwertbare Kennung, und nicht jede Ladestation ist so konfiguriert, dass sie diese Kennung an ein zentrales System weiterleitet. Bei der Planung einer gewerblichen Ladeinfrastruktur sollte daher geprüft werden, welche Fahrzeuge im Fuhrpark vorhanden sind und ob die geplanten Ladestationen Autocharge nativ unterstützen oder ob eine Konfiguration im Backend erforderlich ist.

Wichtig: Autocharge ist keine einheitlich standardisierte Technologie wie Plug & Charge, sondern eine herstellerspezifische Implementierung. Das bedeutet, dass die Kompatibilität zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur im Einzelfall zu prüfen ist.

Wann sollte ein Unternehmen Autocharge einsetzen?

Autocharge eignet sich besonders für Unternehmen mit einem überschaubaren, registrierten Nutzerkreis, bei dem die Fahrzeuge bekannt und vorab einmalig eingerichtet werden können. Typische Anwendungsfälle sind Firmenparkplätze, Fuhrparkdepots und Betriebsgelände mit kontrolliertem Zugang.

Unternehmen sollten Autocharge in Betracht ziehen, wenn:

  • der Fuhrpark aus Fahrzeugen besteht, die Autocharge unterstützen
  • die Ladeinfrastruktur auf einem geschlossenen Betriebsgelände betrieben wird
  • die Nutzerakzeptanz durch einfaches Laden ohne Karte oder App gesteigert werden soll
  • der Verwaltungsaufwand für RFID-Karten oder App-basierte Systeme reduziert werden soll
  • eine transparente, fahrzeugbezogene Abrechnung oder Kostenzuordnung gewünscht ist

Weniger geeignet ist Autocharge für öffentlich zugängliche Ladepunkte mit wechselnden, unbekannten Nutzern, da hier eine zuverlässige Identifikation und Abrechnung schwieriger umzusetzen ist. In solchen Szenarien sind RFID-basierte Systeme oder Plug & Charge die robustere Wahl. Für ein intelligentes Laden im Gewerbe lassen sich Autocharge und andere Authentifizierungsverfahren häufig parallel betreiben, sodass Unternehmen flexibel auf unterschiedliche Nutzergruppen reagieren können.

Wie Berg GmbH Unternehmen beim Aufbau intelligenter Ladeinfrastruktur unterstützt

Berg GmbH bietet mit Berg.Charge eine intelligente Lademanagementlösung, die speziell auf die Anforderungen von Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen ausgerichtet ist. Die Lösung unterstützt Unternehmen dabei, Autocharge und weitere Authentifizierungsverfahren in eine zentral gesteuerte, netzstabile Ladeinfrastruktur zu integrieren.

Das Leistungsangebot umfasst unter anderem:

  • Intelligentes Lastmanagement: Ladeströme werden dynamisch gesteuert, um Leistungsspitzen zu vermeiden und Netzentgelte zu optimieren
  • Flexible Authentifizierung: Unterstützung von Autocharge, RFID und App-basierten Verfahren je nach Nutzeranforderung
  • Transparente Abrechnung: Fahrzeug- und nutzerbezogene Auswertungen für eine klare Kostenzuordnung
  • Skalierbare Infrastruktur: Von wenigen Ladepunkten bis zu komplexen Standortlösungen mit mehreren Gebäuden
  • Integration in bestehende Energiemanagementsysteme: Verknüpfung mit Efficio® für eine ganzheitliche Sicht auf Energieverbrauch und Ladeaktivitäten

Ob Sie eine neue Ladeinfrastruktur planen oder eine bestehende Anlage optimieren möchten: Nehmen Sie Kontakt mit Berg auf und erfahren Sie, wie Berg.Charge Ihre Anforderungen erfüllt.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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