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Was ist der Unterschied zwischen Lademanagement und Wallbox-Management?

Berg GmbH ·
Elektroauto-Ladestation in hellem Firmenparkhaus, weißes Fahrzeug angeschlossen, Tageslicht durch große Fenster.

Lademanagement und Wallbox-Management sind nicht dasselbe. Wallbox-Management bezeichnet die Steuerung und Überwachung einzelner Ladestationen, während Lademanagement ein übergeordnetes System ist, das die gesamte Ladeinfrastruktur eines Unternehmens koordiniert, Lastspitzen verhindert und die Ladeleistung intelligent auf alle angeschlossenen Fahrzeuge verteilt. Der entscheidende Unterschied liegt im Systemumfang und in der Fähigkeit zur netzintegrierten Steuerung. Die folgenden Abschnitte beleuchten beide Ansätze im Detail und zeigen, welche Lösung für welchen Anwendungsfall geeignet ist.

Welche Aufgaben übernimmt ein Lademanagement-System im Unternehmen?

Ein Lademanagement-System übernimmt die intelligente Koordination aller Ladevorgänge im Unternehmen. Es verteilt die verfügbare elektrische Leistung dynamisch auf alle aktiven Ladepunkte, verhindert Überlastungen im Stromnetz und stellt sicher, dass Netzanschlusskapazitäten nicht überschritten werden. Gleichzeitig berücksichtigt es betriebliche Prioritäten, Tarife und Nutzungszeiten.

Im Unternehmenskontext erfüllt ein solches System mehrere konkrete Funktionen:

  • Dynamische Lastverteilung: Die verfügbare Leistung wird in Echtzeit zwischen den Ladepunkten aufgeteilt, abhängig von der aktuellen Netzauslastung und dem Bedarf anderer Verbraucher im Betrieb.
  • Leistungsspitzenkappung: Das System erkennt drohende Lastspitzen und drosselt Ladevorgänge automatisch, bevor teure Leistungsspitzen entstehen, die die Netzentgelte erhöhen.
  • Priorisierung von Ladepunkten: Fahrzeuge mit dringendem Lademuster, etwa Dienstwagen mit frühem Abfahrtstermin, können bevorzugt behandelt werden.
  • Abrechnung und Nutzerverwaltung: Für Fuhrparkmanagement und Mitarbeitendenladung ermöglicht das System eine verbrauchsgenaue Abrechnung pro Nutzer oder Fahrzeug.
  • Integration erneuerbarer Energien: Überschüssiger Solarstrom vom Firmendach lässt sich gezielt für Ladevorgänge nutzen.

Ein intelligentes Lademanagement denkt also nicht isoliert in einzelnen Ladestationen, sondern betrachtet die gesamte Energiebilanz des Unternehmens. Es ist damit ein integraler Bestandteil eines umfassenderen Lastmanagements für Elektrofahrzeuge.

Was steuert ein Wallbox-Management – und was nicht?

Wallbox-Management bezeichnet die Steuerung und Überwachung auf Ebene einzelner Ladestationen. Es ermöglicht grundlegende Funktionen wie das Starten und Stoppen von Ladevorgängen, die Authentifizierung von Nutzern per RFID-Karte sowie die Erfassung von Verbrauchsdaten an der jeweiligen Station. Was es typischerweise nicht leistet, ist die übergreifende Koordination mehrerer Ladepunkte in Relation zum Gesamtstrombedarf des Gebäudes.

Konkret steuert Wallbox-Management:

  • Zugangs- und Authentifizierungsprozesse an der einzelnen Ladestation
  • Einfache Zeitsteuerung für Ladevorgänge
  • Verbrauchsmessung und Basisabrechnung pro Station
  • Statusanzeigen und Fernüberwachung einzelner Geräte

Was Wallbox-Management in der Regel nicht abdeckt:

  • Dynamische Lastverteilung über mehrere Ladepunkte hinweg
  • Kommunikation mit dem übergeordneten Gebäudeenergiesystem
  • Automatische Reaktion auf Netzauslastung oder Leistungsgrenzwerte
  • Skalierbare Verwaltung von zehn, zwanzig oder mehr Ladepunkten

Wallbox-Management ist damit eher ein Geräteverwaltungs-Tool als ein echtes Energiesteuerungssystem.

Worin besteht der entscheidende Unterschied zwischen beiden Ansätzen?

Der entscheidende Unterschied liegt in der Systemebene: Wallbox-Management agiert auf Geräteebene, Lademanagement agiert auf Netzebene. Während Wallbox-Management einzelne Ladestationen verwaltet, steuert ein Lademanagement-System die gesamte Ladeinfrastruktur im Kontext des betrieblichen Energieverbrauchs und verhindert aktiv Überlastungen und Kostentreiber wie Leistungsspitzen.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied betrifft die Skalierbarkeit. Wallbox-Management funktioniert gut bei einer kleinen, überschaubaren Anzahl von Ladepunkten, stößt aber an Grenzen, sobald mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden und die Netzkapazität unter Druck gerät. Lademanagement hingegen ist darauf ausgelegt, mit wachsender Flottengröße zu skalieren, ohne dass der Netzanschluss kostenintensiv erweitert werden muss.

Zusammengefasst:

  • Wallbox-Management: Gerätezentriert, stationsbasiert, begrenzte Systemintegration
  • Lademanagement: Netzzentriert, systemübergreifend, dynamisch und skalierbar

Wann reicht Wallbox-Management aus – und wann nicht?

Wallbox-Management reicht aus, wenn ein Unternehmen nur wenige Ladepunkte betreibt, der Netzanschluss ausreichend dimensioniert ist und keine gleichzeitigen Ladevorgänge koordiniert werden müssen. Typische Szenarien sind kleine Betriebe mit zwei bis vier Ladestationen und geringem Gleichzeitigkeitsbedarf.

Wallbox-Management stößt an Grenzen, wenn:

  • mehr als fünf bis sechs Ladepunkte gleichzeitig aktiv sind
  • der Netzanschluss bereits durch andere Betriebsverbraucher ausgelastet ist
  • Leistungsspitzen die Netzentgelte spürbar beeinflussen
  • eine verbrauchsgenaue Abrechnung für Mitarbeitende oder Flottenbetrieb erforderlich ist
  • Photovoltaik oder andere Energiequellen in die Ladesteuerung eingebunden werden sollen
  • das Unternehmen die Ladeinfrastruktur künftig ausbauen will

In all diesen Fällen ist ein vollwertiges Lademanagement-System die wirtschaftlich sinnvollere Wahl, weil es Netzausbaukosten vermeidet und den Betrieb langfristig absichert.

Wie lässt sich Lademanagement in bestehende Energiesysteme integrieren?

Lademanagement lässt sich über standardisierte Schnittstellen in bestehende Energiemanagementsysteme, Gebäudeleittechnik und Lastmanagementsysteme integrieren. Die Kommunikation zwischen Ladepunkten und dem übergeordneten System erfolgt in der Regel über das OCPP-Protokoll (Open Charge Point Protocol), das eine herstellerübergreifende Kompatibilität sicherstellt.

Für die Integration in die betriebliche Energieinfrastruktur sind folgende Verbindungen relevant:

  • Energiemanagementsoftware: Das Lademanagement liefert Verbrauchsdaten, die in übergeordnete Systeme zur Energieanalyse einfließen.
  • Lastmanagementsystem: Das Lademanagement empfängt Signale über verfügbare Leistung und passt Ladevorgänge dynamisch an, um Leistungsspitzen zu vermeiden.
  • Photovoltaikanlage: Überschüsse aus der Eigenerzeugung werden priorisiert für Ladevorgänge genutzt.
  • Abrechnungssysteme: Verbrauchsdaten werden automatisch an HR- oder Fuhrparksysteme übergeben.

Eine durchdachte Integration bedeutet, dass das Laden von Elektrofahrzeugen kein isolierter Prozess bleibt, sondern Teil der gesamten betrieblichen Energiestrategie wird. Das ist besonders relevant für Unternehmen, die Energieeffizienz systematisch managen und Zertifizierungen nach ISO 50001 anstreben.

Welche Lösung ist für Unternehmen mit wachsender Ladeinfrastruktur die richtige?

Für Unternehmen mit wachsender Ladeinfrastruktur ist ein skalierbares Lademanagement-System die richtige Wahl. Es wächst mit der Flottengröße mit, ohne dass der Netzanschluss bei jedem Ausbauschritt teuer erweitert werden muss, und sichert gleichzeitig Netzstabilität und Kosteneffizienz auch bei hoher Gleichzeitigkeit.

Entscheidend ist dabei, von Anfang an auf eine Lösung zu setzen, die nicht nur die heutige Anzahl an Ladepunkten bedient, sondern für zukünftige Erweiterungen ausgelegt ist. Wer heute mit fünf Ladepunkten startet, aber in zwei Jahren zwanzig betreiben will, sollte die Architektur bereits jetzt darauf ausrichten.

Wie Berg GmbH Unternehmen beim Aufbau intelligenter Ladeinfrastruktur unterstützt

Berg GmbH bietet mit Berg.Charge eine intelligente Lademanagementlösung, die speziell für die Anforderungen von Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen entwickelt wurde. Die Lösung geht weit über einfaches Wallbox-Management hinaus und ist vollständig in die betriebliche Energieinfrastruktur integrierbar.

Berg.Charge bietet konkret:

  • Dynamisches Lastmanagement zur Vermeidung von Leistungsspitzen und zur Optimierung von Netzentgelten
  • Skalierbare Architektur für den schrittweisen Ausbau der Ladeinfrastruktur
  • Integration in bestehende Energiemanagementsysteme, etwa Efficio®, sowie in Lastmanagementsysteme wie Optimo
  • Nutzer- und Fahrzeugverwaltung mit verbrauchsgenauer Abrechnung
  • Kompatibilität mit erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaikanlagen

Ob Einstiegslösung für wenige Ladepunkte oder skalierbare Infrastruktur für eine wachsende Elektroflotte: Berg begleitet Unternehmen von der Planung bis zum Betrieb. Jetzt Kontakt aufnehmen und gemeinsam die passende Ladelösung entwickeln.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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