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Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Lademanagement?

Berg GmbH ·
Zwei Elektroautos laden gleichzeitig an modernen Ladesäulen in einem hellen Firmenparkplatz mit grünen Akzenten.

Statisches Lademanagement verteilt die verfügbare Ladeleistung nach festen, vorab definierten Regeln auf alle angeschlossenen Ladepunkte. Dynamisches Lademanagement passt diese Verteilung dagegen in Echtzeit an den tatsächlichen Gesamtstrombedarf des Gebäudes oder Betriebsgeländes an. Der entscheidende Unterschied liegt also in der Reaktionsfähigkeit: statisch bedeutet starr, dynamisch bedeutet intelligent und situationsabhängig. Die folgenden Abschnitte beleuchten beide Varianten technisch, zeigen ihre Unterschiede auf und helfen dabei, die richtige Wahl für den eigenen Betrieb zu treffen.

Wie funktioniert statisches Lademanagement technisch?

Beim statischen Lademanagement wird jedem Ladepunkt eine feste maximale Ladeleistung zugeteilt. Diese Grenzwerte werden einmalig konfiguriert und bleiben dauerhaft unverändert, unabhängig davon, wie viele Fahrzeuge gleichzeitig laden oder wie hoch der sonstige Stromverbrauch im Betrieb gerade ist.

Technisch funktioniert das über eine zentrale Steuereinheit oder direkt über die Wallboxen selbst, die mit vordefinierten Leistungsobergrenzen arbeiten. Wenn beispielsweise zehn Ladepunkte an einem Anschluss mit 100 kW betrieben werden sollen, erhält jeder Ladepunkt statisch eine Obergrenze von 10 kW. Diese Grenze gilt immer, egal ob gerade zwei oder acht Fahrzeuge gleichzeitig angesteckt sind.

Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in seiner Einfachheit: Die Konfiguration ist unkompliziert, der technische Aufwand gering, und das System benötigt keine kontinuierliche Kommunikation mit anderen Verbrauchern im Gebäude. Das macht statisches Lademanagement günstig in der Anschaffung und leicht zu betreiben.

Wie reagiert dynamisches Lademanagement auf Laständerungen?

Dynamisches Lademanagement misst kontinuierlich den aktuellen Gesamtstromverbrauch aller Verbraucher im Betrieb und passt die Ladeleistung an den Ladepunkten in Echtzeit an, um einen definierten Gesamtleistungsgrenzwert nicht zu überschreiten. Sinkt der Verbrauch anderer Anlagen, wird mehr Ladeleistung freigegeben. Steigt er, wird die Ladeleistung der Fahrzeuge entsprechend reduziert.

Die technische Grundlage bildet eine Kommunikationsverbindung zwischen dem Energiemanagementsystem, den Zählern an den relevanten Einspeisepunkten und den Ladepunkten selbst. Typischerweise werden Messwerte im Sekundenbereich oder im Minutentakt erfasst und ausgewertet. Auf Basis dieser Echtzeitdaten berechnet die Steuerungssoftware laufend neu, wie viel Leistung den einzelnen Ladepunkten zugeteilt wird.

Ein konkretes Beispiel: Läuft eine energieintensive Produktionsmaschine auf Hochlast, reduziert das System automatisch die Ladeleistung der Fahrzeuge, um die Netzkapazität nicht zu überlasten. Schaltet die Maschine ab, steht die freie Kapazität sofort wieder für die Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Dieses Prinzip des intelligenten Lademanagements schützt vor Leistungsspitzen und vermeidet unnötige Netzausbaukosten.

Was sind die konkreten Unterschiede zwischen beiden Varianten?

Der Kernunterschied zwischen statischem und dynamischem Lademanagement liegt in der Flexibilität der Leistungsverteilung. Statisch bedeutet feste Grenzen, dynamisch bedeutet variable Zuteilung auf Basis von Echtzeitdaten. Daraus ergeben sich mehrere praktische Unterschiede.

  • Reaktionsfähigkeit: Statisches Lademanagement reagiert nicht auf Veränderungen im Betrieb. Dynamisches Lademanagement passt sich sekunden- oder minutengenau an.
  • Kapazitätsnutzung: Beim statischen Ansatz bleibt Kapazität ungenutzt, wenn weniger Fahrzeuge laden als vorgesehen. Dynamisches Lademanagement nutzt die verfügbare Gesamtleistung optimal aus.
  • Leistungsspitzenmanagement: Nur dynamisches Lademanagement kann aktiv zur Reduzierung von Lastspitzen beitragen, da es den Gesamtverbrauch im Blick behält.
  • Technischer Aufwand: Statisches Lademanagement ist einfacher zu installieren und zu betreiben. Dynamisches Lademanagement erfordert Messtechnik, Kommunikationsinfrastruktur und eine leistungsfähige Steuerungssoftware.
  • Kosten: Statische Lösungen sind in der Regel günstiger in der Anschaffung. Dynamische Systeme amortisieren sich jedoch häufig schneller, da sie Netzausbau vermeiden und Netzentgelte optimieren können.

Wann ist statisches Lademanagement ausreichend?

Statisches Lademanagement ist ausreichend, wenn die Ladeinfrastruktur überschaubar ist, die Nutzung vorhersehbar und gleichmäßig verläuft und keine nennenswerten anderen Großverbraucher im selben Netzabschnitt betrieben werden. Es eignet sich besonders für kleinere Installationen mit wenigen Ladepunkten.

Typische Szenarien, in denen statisches Lademanagement eine sinnvolle Wahl ist:

  • Kleine Betriebe mit zwei bis fünf Ladepunkten und geringem sonstigem Strombedarf
  • Installationen, bei denen die Fahrzeuge überwiegend nachts laden, wenn keine anderen Großverbraucher aktiv sind
  • Standorte, an denen ausreichend Netzkapazität vorhanden ist und kein Risiko einer Überlastung besteht
  • Einstiegslösungen für Unternehmen, die zunächst nur wenige Fahrzeuge elektrisch betreiben

Sobald die Anzahl der Ladepunkte oder die Komplexität des Betriebs zunimmt, stoßen statische Lösungen jedoch schnell an ihre Grenzen.

Wann brauchen Unternehmen zwingend dynamisches Lademanagement?

Dynamisches Lademanagement ist zwingend erforderlich, wenn die Ladeinfrastruktur in ein Betriebsnetz mit wechselnden Lasten integriert wird, wenn Leistungsspitzen vermieden werden müssen oder wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden sollen, ohne den Netzanschluss zu überlasten.

Folgende Situationen machen dynamisches Lademanagement zur notwendigen Wahl:

  • Produktionsbetriebe: Maschinen und Anlagen erzeugen stark schwankende Lastprofile. Ohne dynamische Steuerung riskieren Unternehmen Lastspitzen, die zu erhöhten Netzentgelten führen.
  • Große Fahrzeugflotten: Ab einer bestimmten Anzahl von Fahrzeugen ist eine statische Aufteilung ineffizient, weil sie entweder zu langsamen Ladezeiten oder zu ungenutzter Kapazität führt.
  • Begrenzter Netzanschluss: Wenn der Netzanschluss nicht ohne Weiteres erweitert werden kann oder ein Ausbau unverhältnismäßig teuer wäre, ermöglicht dynamisches Lademanagement, die vorhandene Kapazität maximal auszuschöpfen.
  • Anforderungen aus dem Lastmanagement Elektrofahrzeuge: Unternehmen, die gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz erfüllen oder Zertifizierungen anstreben, benötigen in der Regel ein System, das Messdaten liefert und steuerbar ist.

Welche technischen Voraussetzungen erfordert dynamisches Lademanagement?

Dynamisches Lademanagement setzt voraus, dass der aktuelle Gesamtstromverbrauch am Netzanschluss oder in relevanten Netzbereichen in Echtzeit gemessen und an eine Steuerungssoftware übermittelt wird. Dafür sind geeignete Messgeräte, eine stabile Kommunikationsinfrastruktur und kompatible Ladepunkte notwendig.

Im Einzelnen sind folgende technische Komponenten erforderlich:

  • Energiezähler und Messtechnik: An den relevanten Einspeisepunkten müssen Zähler installiert sein, die Leistungswerte in kurzen Intervallen erfassen und weitergeben können.
  • Kommunikationsprotokoll: Die Ladepunkte müssen über ein standardisiertes Protokoll steuerbar sein, etwa OCPP (Open Charge Point Protocol), um die Ladeleistung dynamisch anpassen zu können.
  • Steuerungssoftware: Eine zentrale Softwareplattform verarbeitet die Messdaten, berechnet die optimale Leistungsverteilung und sendet Steuerbefehle an die Ladepunkte.
  • Netzwerkkonnektivität: Alle Komponenten müssen zuverlässig miteinander kommunizieren, entweder über ein lokales Netzwerk oder über gesicherte Cloud-Verbindungen.

Unternehmen, die bereits ein Energiemanagementsystem betreiben, haben häufig einen Teil dieser Infrastruktur bereits im Einsatz. In solchen Fällen lässt sich dynamisches Lademanagement oft mit überschaubarem Mehraufwand in die bestehende Systemlandschaft integrieren.

Wie Berg GmbH bei der Wahl und Umsetzung des richtigen Lademanagements hilft

Berg GmbH unterstützt Unternehmen dabei, die passende Lademanagementstrategie zu entwickeln und technisch umzusetzen. Mit Berg.Charge bietet Berg eine intelligente Lademanagementlösung, die sich nahtlos in bestehende Energieinfrastrukturen integriert und sowohl statische als auch dynamische Betriebsszenarien abdeckt. Die Lösung berücksichtigt den tatsächlichen Strombedarf des Betriebs in Echtzeit und schützt so vor Lastspitzen und unnötigen Kosten.

Konkret bietet Berg Folgendes:

  • Analyse des bestehenden Netzanschlusses und des Lastprofils, um die optimale Lademanagementstrategie zu ermitteln
  • Integration von Berg.Charge in vorhandene Energiemanagementsysteme wie Efficio®
  • Echtzeitsteuerung der Ladepunkte auf Basis aktueller Verbrauchsdaten aus dem gesamten Betrieb
  • Skalierbare Lösung, die mit der Flottengröße und den Anforderungen des Unternehmens wächst
  • Begleitung bei der Planung, Installation und dem laufenden Betrieb der Ladeinfrastruktur

Unternehmen, die ihre Ladeinfrastruktur zukunftssicher und kosteneffizient gestalten möchten, können sich direkt an Berg wenden. Jetzt Kontakt aufnehmen und gemeinsam die passende Lösung entwickeln.

Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt und anschließend von unserer Redaktion geprüft.

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